SPD Weckesheim Informationsdienst

 

  

    Namen und Nachrichten   

    

   

   

  

Klaus Staeck

Grafiker und Plakat-Künstler, stellt sich jetzt in Berlin als Fotograf vor. Die Fotoausstellung „Klaus Staeck - Frohe Zukunft“ ist im Berliner Willy-Brandt-Haus zunächst bis zum 23. Dezember und nach der Weihnachts-Pause noch einmal vom 3. bis 30. Januar 2005 zu sehen. Ein Katalog erscheint im Steidl Verlag. Sie zeigt erstmals eine Auswahl seiner Fotografien aus drei Jahrzehnten.  Der Fotograf Staeck „bewegt sich in keiner blühenden Landschaft“, heißt es in der Ankündigung zur Ausstellung. „Wohin immer Klaus Staeck auf seinen Reisen durch Deutschland kommt, nimmt er Sittenbilder auf. In Ost und West, vor und nach der Wende, hat er festgehalten, was dem flüchtigen Blick leicht entgeht, Bilder voller charmanter Tristesse und beredter Symbolik.“  

 

 Karl Finke

 

Sprecher von Selbst Aktiv, dem Netzwerk für behinderte Menschen in der SPD, ist auf der Bundeskonferenz von Selbst Aktiv inn seinem Amt bestätigt worden. Ebenso Karin Sarantis-Aridas, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses,  als stellvertretende Sprecherin und Jürgen Krause als Medien-  und Thorsten Garbe als Internet-Beauftragter. Zum neuen Koordinator für Nordrhein-Westfalen wurde Dirk Strotkamp gewählt.   Behinderte Mitglieder der SPD aus ganz Deutschland hatten sich im Willy-Brandt-Haus in Berlin  versammelt, um sich für mehr Teilhabe von Behinderten auch innerhalb der SPD einzusetzen. „Wir wollen mitgestalten und nicht gestaltet werden,“ Finke. „Behinderte müssen auch innerhalb der SPD für sich selbst sprechen und in den Gremien Sitz und Stimme haben.“  „Ein allgemeines Antidiskriminierungsgesetz für Deutschland steht kurz vor der Verwirklichung“, sagte der SPD-Generalsekretär Klaus-Uwe Benneter auf der Bundeskonferenz. Der SPD-Generalsekretär informierte sich über zwei Stunden aus erster Hand über die Probleme von Integration und Teilhabe behinderter Menschen. Er sagte zu, im Rahmen einer kooperativen Partnerschaft die Aktivitäten von Selbst Aktiv weiter zu unterstützen.

 

Martin Pfaff

 

ist als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen mit 80 der 87 abgegebenen Stimmen am 27. Nov. Von der ASG-Bundeskonferenz in Berlin bestätigt worden. Zu stellvertretenden Vorsitzenden der ASG wurden die sächsische Bundestagsabgeordnete Marlies Volkmer, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Soziale Sicherung, und der saarländische Landtagsabgeordnete Armin Lang, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, gewählt.

 

Günter Pauli

Koblenzer SPD-MdB von 1980 bis 1990, von 1972 bis 1980 Bürgermeister bzw. Beigeordneter seiner Heimatstadt für Soziales und dann Bauwesen, feiert am 1. Dez. seinen 75. Geburtstag. Sein beruflicher Weg führte ihn (1946 in die SPD eingetreten) über das Arbeitsamt und Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in den Bundestag, nachdem er bereits UB-Vorsitzender sowie Mitglied des Bezirks- und Landesvorstandes sowie 1970/71 des Landtages war. Er ist Ehrenvorsitzender der Koblenzer SPD.

 

Albert Pfuhl  

Jurist und SPD-MdB des Wahlkreises Schwalm-Eder (Wk 127) von 1983 bis 1994 feiert am 2. Dez. seinen 75. Geburtstag. Nach dem Studium in Marburg und Illinois (USA) war der gebürtige Wiesbadener zunächst Leiter der DGB-Rechtsstelle in Marburg und von 1959 bis 1968 Bürgermeister von Ziegenhain sowie von 1968 bis 1973 Landrat des Kreises Ziegenhain. Seit 1950 SPD-Mitglied war Pfuhl Mitglied des Hessischen Landtages von 1974 bis 1983. Von 1966 bis 1968 war Albert Pfuhl Vizepräsident des Deutschen Städtebundes. Von 1995 bsi 2001 leitete Albert Pfuhl die Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen (AGS) im Schwalm-Eder-Kreis. Außerdem war er für Hessen und Rheinlad-Pfalz Honorarkonsul Albaniens.                                                          41130

 

Karin Nink

Berliner Korrespondentin der "Financial Times Deutschland",  wird neue stellvertretende SPD-Sprecherin. Vorgängerin war Marlies Hirschfeld, die aus Altersgründen ausschied. Vor ihrer Zeit bei dem Wirtschaftsblatt schrieb die 42-jährige Mutter zweier Kinder für die Berliner „Tageszeitung“ (taz) in Berlin, den Kölner Stadt-Anzeiger und war in Paris tätig.

 

Gesine Schwan

Präsident der Universität Frankfurt an der Oder "Viadrina" und Kandidatin der SPD für die Präsidentschafts-Wahl 2004, erhält den diesjähirgen  "Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung  Die „Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius“ teilte  mit, Schwan werde für ihren Beitrag zur Völkerverständigung und Ost-West-Versöhnung geehrt. Den Förderpreis der Stiftung erhält das in Freiburg ansässige Maximilian-Kolbe-Werk, das sich um ehemalige KZ-Häftlinge kümmert.

 

Günter Verheugen

deutscher EU-Erweiterungs-Kommissar;  hat die SPE-Fraktion im EP bei der Anhörung zur nächsten Kommission "ohne Wenn und Aber" überzeugt. Er sei ein absoluter Glücksfall für die neue Kommission Barroso, erklräten die Sozialdemokraten. Der designierte EU-Industrie-Kommissar habe bei seiner Anhörung gezeigt, dass er eine hochpolitische Persönlichkeit sei, die Substanz und Realismus für die vor ihm liegende Aufgabe mit sich bringe. "Günter Verheugen hat uns überzeugt, dass er zukunftsgerichtet vorgehen will und den Lissabon Prozess energisch voran treiben wird," erklärte Hannes Swoboda, der parlamentarische Geschäftsführer der SPE-Fraktion, sowie Reino Paasilinna, der Sprecher der SPE-Fraktion im Industrie- und Forschungsausschuss,. "Er wird ein hervorragendes Aushängeschild für den Lissabon-Prozess sein und sich auf die wichtigen Ziele konzentrieren. Der neue Kommissons-Präsident José Manuel Barroso muss ihm den nötigen Raum verschaffen, damit er dafür die Koordinierung übernehmen kann." Besonders positiv sei die Zusage Günter Verheugens, neben wettbewerbspolitischen Aspekten jeweils auch gleichrangig sozial-, beschäftigungs- und umweltpolitische Gesichtspunkte in alle industriepolitischen Initiativen der EU-Kommission mit einzubeziehen, sagten Swoboda und Paasilinna. Daneben habe sein klares Bekenntnis zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, dem Rückgrat der EU-Wirtschaft, die Abgeordneten überzeugt. "Für uns Sozialdemokraten hat Günter Verheugen die bislang beste Vorstellung gegeben. Wir werden seine Nominierung der Fraktion ohne Wenn und Aber empfehlen," so abschließend Swoboda und Paasilinna.     41001

 

Carl-Christoph  Schweitzer

 

Politikwissenschaftler und ehem. MdB, feiert am 3. Oktober seinen 80. Geburtstag. Der gebürtige Potsdamer, Sohn eines unter den Nationalsozialisten nach Großbritannien emigrierten Theologen, studierte  Geschichte und Politische Philosophie in Oxford. Nach dem Zweiten  Weltkrieg  ging er nach Freiburg im Breisgau. Dort  wurde 1950 mit der Arbeit „Die Kritik der westlich-liberalen Oppositionsgruppen an der Außenpolitik Bismarcks von 1863 bis 1890“  zum Dr. phil. promoviert. Von 1946 bis 1948 war Schweitzer Hilfsreferent im Zentralbüro des Hilfswerks der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie im Dienst des Kultusministeriums von Baden-Württemberg. 1952 bis 1961 war er Referent in der Bundeszentrale für Politische Bildung, 1961 bis 1963 Referent im BundespräsidiaIamt und dann bis 1969 Ordinarius für Politikwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Berlin. Später Professor an der Uni Bonn, Honorarprofessor in  Köln, Gast-Professor in Oxford und 1982/83 in Toronto. Nach seiner Emeritierung 1989 baute Schweitzer ehrenamtlich an der Uni Leipzig  den Fachbereich Politikwissenschaft auf. Schweitzer  ist Mitbegründer der Aktion Gemeinsinn, deren Vorsitzender von 1957 bis 1967 und seit 1990 war. Seit 1957 SPD-Mitglied war Carl-Christoph Schweitzer Ortsvereins-Vorsitzender und Mitglied in UB-Vorständen  und von 1970 bis 1972 Mitglied des SPD-Bezirks-Vorstandes Rheinland - Hessen- Nassau. In  der 7. Wahlperiode (1972 bis 76) wurde Carl-Christoph Schweitzer über die SPD-Landesliste Rheinland -Pfalz in den Bundestag gewählt. In der 8. Wahlperiode rückte er am 11. März 1980 für den verstorbenen Conrad  Ahlers nach.                                                                                                           40928

 

Jörg Mielke  

Kreisverwaltungsdirektor in Osterholz (Niedersachsen)  hat sich im ersten Wahlgang mit 62,24 Prozent der Stimmen gegen Rainer Sekunde, CDU-Bewerber,  durchgesetzt. Anfang 2005 wird er damit Nachfolger des Oberkreisdirektors Hans-Dieter v. Friedrichs (SPD) .

 

Ulrich Iserlohe

Hat sich in Lingen (Niedersachsen)  als SPD-Geschäftsführer Ulrich Iserlohe aus dem aktiven Dienst verabschiedet. . Ulrich Iserlohe war seit November 1985 UB-Geschäftsführer für den Kreisverband Emsland und den UB Grafschaft Bentheim. Auf Bezirksebene hat sich Ulrich Iserlohe zunächst um die Sicherheitspolitik und dann um den Aufbau der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik gekümmert. Vor seiner Zeit in Lingen war der gelernte Elektroinstallateur acht Jahre Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Wilhelmshaven und davor Geschäftsführer beim SPD-Bezirk Weser-Ems in Oldenburg.

 

Rüdiger Scholz

seit 2001 Bundesgeschäftsführer der Jusos ist, wird ab Oktober im Berliner SPD-Landesverband die Aufgaben des Landesgeschäftsführers übernehmen. Da Rüdiger bis zum Bundeskongress 2005 als Bundesgeschäftsführer gewählt ist, hat der Juso-Bundesvorstand einstimmig Tanja Hofmann dazu bestimmt, dieses Amt kommissarisch bis zum nächsten ordentlichen Wahlkongress zu begleiten. Tanja arbeitet seit 2002 im Bundesbüro und ist derzeit für Veranstaltungen und Organisation zuständig. Der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning hat Rüdiger auch im Namen des gesamten Verbandes für seine geleistete, vertrauensvolle und hervorragende Arbeit gedankt und ihm ein herzliches Glückauf für seine neue Herausforderung gewünscht.                                                 40928

 

Marie Marcks

sozial-kritische Karikaturistin (82),  hat für ihr Lebenswerk den mit 5000 € dotierten Karikatur-Preis der Deutschen Anwaltschaft 2004 erhalten. Bernhard Dombek, der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer hat den Preis in Anwesenheit der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) an die gebürtige Berlinerin  überreicht. „Marie Marcks ist eine würdige Preisträgerin. In einmaliger Weise lässt sie ihre Erfahrungen als zeitweilig alleinerziehende Mutter und freiberuflich tätige Künstlerin in ihr Werk mit einfließen. Immer persönlich, immer engagiert, doch niemals beliebig“, sagte Bundesjustizministerin Zypries.   Als freie Künstlerin zeichnet sie seit Anfang der 60er Jahre Karikaturen für Zeitschriften und Zeitungen u.a. im „Vorwärts“ und brach damit in eine Männerdomäne ein. Marcks thematisierte Bereiche wie Umweltverschmutzung, Atomenergie, Emanzipation und Erziehung oft schon lange, bevor sie in die öffentliche Diskussion gerieten.  „Aus ihren Arbeiten wird deutlich, wie sehr Marie Marcks Partei ergreift für Frauen, Kinder und unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Marie Marcks ist eine scharfsinnige Frau, sie beobachtet genau, und oft stellt sie das Gefälle dar zwischen Anspruch und Wirklichkeit“, urteilte Zypries während der Eröffnungsrede.  Noch heute zeichnet Marie Marcks zu aktuellen Themen. Als Folge der Pisa-Studie zum Beispiel entstand das Buch „Hast Du jetzt den Überblick“ mit Karikaturen zu den Themen Bildungspolitik und Erziehung. Ihre Karikaturen erscheinen beispielsweise in der „Süddeutschen Zeitung“, der „ZEIT“, dem „Spiegel“ und der „Titanic“. Auch in zahlreichen Büchern und regelmäßigen Ausstellungen können die Zeichnungen der Preisträgerin bewundert werden.

 

Heinz Frehsee

ehemals MdB und MdEP ist am 17. Sept.  verstorben. Der 1916 in Ostpreußen geborene und in Westpreußen aufgewachsene Sozialdemokrat gehörte zu den zahlreichen jungen Menschen, die nach Krieg und Vertreibung ihren Beitrag zum Wiederaufbau mit der SPD leisteten. 1946 wird der gelernte Landwirt Mitgründer der Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft, für die er seitdem arbeitet und deren Vorsitzender er später wird. In den Bundestag zieht er 1957 für den Wahlkreis Hameln-Springe ein, den er stets direkt gewinnt. 1976 zwingt ihn seine Gesundheit zum Rückzug auf dem Bundestag. Agrarpolitik war sein zentrales Thema in Bonn. Er begleitet die Entwicklung der EG-Agrarpolitik, mit seinen sozialdemokratischen Mitstreitern erkämpft er die Neuorganisation der Agrarsozialpolitik. Sein hohes politisches Ansehen trägt dazu bei, dass die SPD-Bundestagsfraktion ihn zum 1. Parlamentarischen Geschäftsführer wählt.  Heinz Frehsee hat über Jahrzehnte sozialdemokratische Politik mitgestaltet; sein Andenken werden wir bewahren.

 

Charlotte Britz  

 

 

 

sozialdemokratische Sozial-Dezernentin Saarbrückens (SPD) wird mit 53,7 Prozent der am vergangenen Sonntag abgegebenen Stimmen (28.755 Stimmen) neue Oberbürgermeisterin der Hauptstadt des Saarlands. Ihr Mitbewerber  Josef Hecken (CDU) erreichte 46,3 Prozent (24.774 Stimmen). Hajo Hoffmann (SPD), der amtierende Oberbürgermeister, war im März zurück getreten. Wahlberechtigt waren 140.084 Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 38,5 Prozent.   http://news.google.de/news?q=Charlotte+Britz+spd&hl=de&lr=&ie=UTF-8&sa=N&tab=nn

 

Rüdiger Butte

 

(SPD) ist am Sonntag zum neuen Landrat im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) gewählt worden (http://www.spd-hameln.de ). Er erreichte 52,2 Prozent (21.505 Stimmen). Der Gegen-Kandidat Klaus Arnold (CDU) kam auf 47,8  Prozent (19.700 Stimmen). Karl Heißmeyer (SPD), der amtierende Landrat, war nicht wieder zur Wahl angetreten. Wahlberechtigt waren insgesamt 128.641 Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 32,7 Prozent.

 

Hans Büttner  

Gewerkschafter und SPD-MdB aus Ingolstadt, starb am Samstag, den 18. September, nach einem schweren Herzinfarkt. "Wir verlieren einen aufrechten Politiker, einen wahren Menschen und einen guten Freund." erklärten seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Internet (www.hans-buettner.com). Franz Müntefering: "Er gehörte seit 1990 dem Deutschen Bundestag an. Sein Tod ist für unsere Fraktion ein großer Verlust. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Angehörigen.“ Ludwig Stiegler, Vorsitzender der BayernSPD  und Ewald Schurer, der Vorsitzende des SPD-Bezirks Oberbayern erklärten unter anderem: „ Hans Büttner, am 18. Oktober 1944 in Ingolstadt geboren, zählte zu den Mandatsträgern, die ihre Arbeit im Dienst der Demokratie ebenso still wie effektiv verrichteten. Das galt schon für den angehenden Redakteur, als er 1972 nach Abschluss seines Studiums der Zeitungswissenschaften, Politik und Geschichte im Münchner Kommunalwahlkampf tätig war und verschaffte ihm später in seiner journalistischen Arbeit ebenso Anerkennung wie während seines Einsatzes als Entwicklungsberater im südlichen Afrika von 1978 bis 1982.  1990 wählten die Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis Ingolstadt Hans Büttner, Mitglied der SPD seit 1963, zum ersten Mal in den Deutschen Bundestag. Dort galt der Einsatz des überzeugten Gewerkschafters im Auswärtigen Ausschuss vor allem der Friedenspolitik und der sozialen Gerechtigkeit unter den Bedingungen wirtschaftlicher Globalisierung. Bedürftigen zu helfen, ob in Botswana oder Bodenmais, war das Lebensmotto Hans Büttners. Er sprach nicht viel darüber, er tat es. Hans Büttner diente den Menschen nicht nur im Parlament, sondern auch als aktives Mitglied in seiner Partei. Als Vorsitzender des großen SPD-Bezirks Oberbayern bis 2003 stand er den Mitgliedern und Ortsvereinen von Eichstätt bis Berchtesgaden stets zu Verfügung und beförderte nicht zuletzt mit Nachdruck die programmatische Diskussion um die Zukunft der Sozialdemokratie. Wir verlieren mit Hans Büttner einen aufrechten, engagierten und zuverlässigen Genossen und Kollegen, dem die Sache stets mehr galt als die Person. Seine Lebenserfahrung, sein Rat, seine Tatkraft und sein Humor werden uns fehlen.  Hans Büttners unerwarteter Tod hat uns erschüttert und mit Trauer und Schmerz erfüllt. Seiner Witwe und seinen Kindern gilt unser tief empfundenes Beileid."

 

 

Hermann Rappe

 

  Vorsitzender der IG Chemie  von 1982 bis 1995 und Hildesheimer SPD-MdB kann am 20. Sept. seinen 75. Geburtstag feiern. In Hannoversch Minden  als Sohn eines Metall-Arbeiters geboren entstammt „Monne“ Rappe dem "sozialdemokratischen Adel": Seine Großeltern waren   Mitgründer der Mindener SPD, eines Bauvereins und der Konsum-Genossenschaft.  Nach der mittleren Reife absolvierte Rappe eine kaufmännische Lehre und war dann  bis 1952 bei der Konsumgenossenschaft seines Heimatortes tätig. Daneben engagierte er sich bei den "Falken" und in der Arbeiterwohlfahrt und schloss sich bereits 1947 der SPD an. In der Gewerkschaft war er  zunächst Jugendvertreter und dann   Betriebsrats-Vorsitzender in den Konsumgenossenschaften. Als 24jähriger wurde er  1953 hauptamtlicher Funktionär der IG Chemie-Papier-Keramik (Jugendsekretär,  Bezirks- und Hauptvorstandssekretär). 1966 in den geschäftsführenden Hauptvorstand gewählt, wurde er 1978 als Leiter der Hauptabteilung Bildungswesen/Jugend Stellver1reter des damaligen Vorsitzenden Karl  Hauenschild. 1972  nahm er gleich bei seiner ersten Kandidatur für den Deutschen Bundestag der CDU den Wahlkreis Hildesheim ab. Bei den  Bundestagswahlen 1987 und 1990 fühhr1e er die Landesliste der niedersächsischen SPD an. Im Bundestag profilierte er sich bis 1983 besonders als Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung.  1980 trat er erfolgreich als "Chefankläger" gegen eine innergewerkschaftliche Oppositionsgruppe unter dem Vorstands-Kollegen Plumeyer an, dem die IG Chemie nicht kämpferisch links genug war. Auch auf dem DGB-Kongress im März 1981 wandte er sich gegen jede kommunistische Unterwanderung deutscher Gewerkschaften. Auf dem außerordentlichen Gewerkschaftstag in Hamburg Im Dez. 1982 wurde Rappe Nachfolger von Karl Hauenschild, der auf eigenen Wunsch auf eine weitere Kandidatur verzichtet hatte. , mit 298 von 405 Delegiertenstimmen zum neuen Vorsitzenden der IG Chemie-Papier-Keramik gewählt. Hermann Rappe erhielt zahlreiche Auszeichungen: Ehrendoktorate der Hochschule Hildesheim und der Universität Göttingen (1992), Ludwig-Westrick-Preis (1994), Heinz-Herbert-Kany-Preis (1995). Im November 1996 wurde Hermann Rappe für seine Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft als erster Gewerkschafter mit der Ludwig-Erhard-Medaille; im  Apri11997 mit dem Hanns-Martin-Schleyer-Preis (25.000 DM) ausgezeichnet

 

Heinz Kreutzmann,

 

Journalist, Regierungsdirektor a.D. und SPD-MdB kann am 23. September  seinen 85. Geburtstag feiern. 1919 im hessischen Darmstadt  als Sohn eines Gendarmeriemeisters Emil K.  besuchte er das Kurfürsten Gymnasium in Bensheim und das Gymnasium in Dieburg. 1938 bis 1945 Soldat (EK I) war er nach seiner Verwundung im Egertand / Böhmen stationiert und 1945 mit Familie ausgewiesen worden. Zunächst Hilfsarbeiter in einer Metallwaren-Fabrik setzte er 1946 bis 1948 sein Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft fort und arbeitete dann zehn Jahre lang als Redakteur und Chefredakteur bei Tages- und Wochen-Zeitungen. 1950 promovierte er zum Dr. phil.  und trat er in die Vertriebenen-Partei GB/BHE ein - (Kreisvorsitzender in Detmold, Landesvorstand NRW, Stadtverordneter in Lage (Lippe),  1956 -1957 war er Presse-Referent der GB/BHE-Bundestagsfraktion, 1958 Mitglied des Parteipräsidiums) Nach der Fusion mit der Deutschen Partei (DP) wurde Heinz Kreutzmann 1961 Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands der neuen Gesamtdeutschen Partei (GDP) - Mitglied ihres geschäftsführenden Landesvorstands Hessen, 1965 stellvertretender Landesvorsitzender.  Von 1958 bis 1963 arbeitete  er als Referent für Presse und Fremdenverkehr im Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium.   Wegen des politischen Niedergangs der Partei ging Kreutmann zur SPD, die in Hessen in relativ gutem Kontakt zum BHE stand. 1965 kandidierte er , ohne Parteimitglied zu sein, erfolgreich auf der SPD-Landesliste Hessen  und war zunächst Gast der SPD-Fraktion. 1966 trat er in die SPD ein.  Seit 1969 widmet er sich K. vornehmlich seiner Arbeit im Bundestag (Mitglied des innerdeutschen Ausschusses). Mitglied des SPD-Bezirksvorstands. Von 1963 bis 1969 war Heinz Kreutzmann Staatskommissar für die Zonengrenzkreise und Notstandsgebiete in Hessen (Regierungsdirektor). Sein Amt war in der Staatskanzlei angesiedelt, woraus sich ein, wie er sagt "persönlich sehr enges Verhältnis" zum damaligen Ministerpräsidenten Zinn entwickelte. Aus dieser Zeit stammen seine Erfahrungen und Kenntnisse in Fragen der Zonenrandgebiete und innerdeutscher Probleme überhaupt. K. schrieb z, B. "Hessen  Land an der Zonengrenze" (64).   Als Egon Höhmann war am 19. Jan. 1979 einem Gehirnschlag erlag,  wurde Kreutzmann auf Vorschlag des Ressortchefs Egon Frankes kurz darauf Parlamentarischer Staatssekretär im Innerdeutschen Ministerium. K. war mit Höhmann persönlich eng befreundet, weshalb ihm die Nachfolge, wie er der Presse erklärte. nicht leicht gefallen ist. Andere Alternativen bestanden offenbar kaum. K. vertrat eine Zonengrenzförderung als politisch verstandene Förderung. die vor allem die Infrastruktur der Randgebiete verbessern, nicht aber in strukturpolitische Nachhilfe im Gießkannen-Prinzip ausufern sollte. Er sah diese Fragen aber nicht nur wirtschaftspolitisch, sondern machte immer wieder auf die deutlichen Wandlungen in diesen Gebieten aufmerksam. Bei der Kabinetts-Umbildung am 29. April 1982 gab Heinz Kreutzmann sein Amt an Lothar Wrede ab.

 

Gottfried Wurche

Bahnbeamter, Angestellter, Leitender Angestellter und Berliner Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker kann am  24. Sept. seinen 75. Geburtstag feiern. 1929 in Essen geboren war er nach dem Besuch der Volksschule zunächst technischer Beamter bei der Reichsbahndirektion Berlin. Wegen seines Engagements in der unabhängigen Gewerkschafts-Opposition 1948 von den Kommunisten entlassen, wurde der Sozialdemokrat (seit 1946) 1949 technischer Angestellter im Bezirksamt Tiergarten. Früh schloss er sich der sozialistischen Jugend Die Falken und der Gewerkschaft Öffentliche Dienstet Transport und Verkehr an. Er gehörte dem Verwaltungsbeirat der Berliner Hafen und Lagerhausbetriebe sowie dem Kuratorium der Ingenieurschule Gauß an.Daneben bildete er sich beruflich weiter. U.a.  an den Vereinigten Bauschulen Berlin und den Ingenieurschulen für Bauwesen. 1953 wurde er Bauleiter für öffentliche Bauvorhaben. Seit 1979 in der privaten Wirtschaft tätig, wurde er 1992 Geschäftsführer. Gottfried Wurche war in der Berliner SPD Kreis-  und Landes-Delegierter sowie Beisitzer im Landesvorstand. 1962 wurde er Kreisvorsitzender der SPD Tiergarten und Beisitzer im Kreisvorstand Tiergarten der Arbeiterwohlfahrt. 1963  bis 1965 und 1979 bis 1986 gehörte er dem Abgeordnetenhaus von Berlin an. 1965 wurde er Bezirksstadtrat beim Bezirksamt Tiergarten für die Abteilung Bau und Wohnungswesen. Seit 1971 war er stellvertretender Bürgermeister. Von 1972 bis zur Niederlegung des Mandats am 3.  Juni 1975 gehörte der engagierte Politiker als Vertreter Berlins dem Bundestag an. Er engagierte sich u.u. als Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Verkehr und für das Post und Fernmeldewesen.  1975 bis 1979 war er schließlich Bürgermeister des Bezirks Tiergarten.                                                                                                                                                                                                                                                               40920

 

Lothar Löffler  

Oberschulrat und Berliner MdB von 1969 bis 1987 feiert am 11. August seinen 75. Geburtstag.  Nach einer  kaufmännischen Lehre bis 1945 wurde er 1947 Schulhelfer und bestand 1949 erste und 1955 zweite Prüfung als Lehrer. 1961 wurde er Rektor einer Grundschule in Berlin, 1966 Schulrat, 1967 bis 1969 war er Oberschulrat und Referent für Unterricht und Erziehung in der Senats-Verwaltung für Schulwesen. Das Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) trat 1945 im brandenburgischen Treuenbrietzen der SPD bei, die er nach der Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED verließ und 1948 – inzwischen nach West-Berlin übergesiedelt – wieder beitrat. 1959 wurde Löffler Bürger-Deputierter für Volksbildung und Kunst, 1962 Bezirks-Verordneter in Charlottenburg. Von 1965 bis 1969 war er Vorsteher der Bezirksverordneten-Versammlung von Charlottenburg und Vorsitzender des Haushalts-Ausschusses. 1981 gehörte  Lothar Löffler mit Herberts Wehner zu den Unterzeichnern der „Sechs Thesen zur Identität der Sozialdemokratie“ von Richard Löwenthal, die sich für eine weiterentwickelte und vermenschlichte Industrie-Gesellschaft aussprach und vor überzogenen ökologischen Thesen warnte. Eine wachsende Weltbevölkerung könne nicht durch utopische Idylle ernährt oder beschäftigt werden, warnten sie.Von 1981 bis 1983 war Lothar Löffler stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion, dann Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender im  Bundestags-Ausschuss für innerdeutsche Beziehungen.

 

 

Kurt Matthes

Stoffdrucker und Wuppertaler direkt gewählter MdB von 1965 bis 1972, feiert am 19. August seinen 90. Geburtstag.  1928 hatte sich der gebürtige Barmener der Sozialistischen Arbeiterjugend angeschlossen, 1946 der SPD, deren Geschäftsführer er im gleichen Jahr in Wuppertal wurde und bis zum Einzug in den Bundestag im  September 1965  mit Hermann Herberts als  erste direkt gewählte Sozialdemokraten der  beiden Wuppertaler Bundestags-Wahlkreise blieb.  Matthes ist der Mann, der Johannes Rau 1957 in die SPD aufgenommen hat.                                                                                       40810

 

Andrea Schönfelder und Ludwig Buschhüter

SPD-Kommunal-Politiker in der Stadt Goch, haben sich im Hochzeits-Zimmer der Stadt  im engsten Familienkreis das Ja-Wort gegeben. Natürlich war dies für die beiden ein besonderer Tag -  aber auch für die Gocher GenossInnen.  Denn Andrea und Ludwig sind das erste „partei-eigene“ Hochzeitspaar in der Geschichte der örtlichen SPD. Andrea Schönfelder tritt bei den Kommunalwahlen am 26. Sept.  für die Gocher SPD auf Reservelistenplatz 20 an; während Ludwig Buschhüter mit dem Wahlbezirk Asperden erstmals ein Mandat für den Rat der Stadt Goch anstrebt. Neben den Arbeitskolleginnen und –kollegen Adreas, die das junge Paar vor dem Rathaus standesgemäß mit Sekt empfing, kam zur Überraschung aller auch die Gocher Bürgermeisterkandidatin Bettina Trenckmann, um ihren beiden Mitstreitern von ganzem Herzen zu gratulieren.  40809

 

Ludwig Stiegler

stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und BayernSPD-Chef, hat der Feststellung des CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber voll beigepflichtet, dass Merkel und Westerwelle Schröder und Fischer das Wasser nicht reichen können. Denn: Stoibers Analyse findet   offenbar überwältigenden Zuspruch in der Bevölkerung. In einer aktuellen TED-Umfrage des Senders SAT 1 , die von gestern Nachmittag bis heute Mittag durchgeführt wurde, stimmten 73,2 Prozent der 1342 Anrufer für die Position Stoibers, 26,8 Prozent dagegen (Zwischen-Ergebnis von 11.37 Uhr, kurz vor Ende der Abstimmung. Die Frage lautete: "Können Merkel und Westerwelle Schröder und Fischer das Wasser reichen?")  Ludwig Stiegler unterstützt Stoiber:  "Wo er recht hat, hat er recht! Als gescheiterter Kanzlerkandidat weiß er aus eigener Erfahrung, wovon er spricht."

 

Herta Däubler-Gmelin

Ex-Bundesjustizministerin (SPD ,Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft), beteiligt sich  am Berliner Büro der Düsseldorfer Anwaltskanzlei Schneider-Schwegler ein. Neben Däubler-Gmelinder  (60) verstärkt auch Grimme-Preisträger Fred Breinersdorfer die Kanzlei, in der 30 Anwälte „Persönlichkeiten aus den Bereichen Kunst, Literatur Film, Fernsehen, Rundfunk und Sport“ vertreten. Breinersdorfer (58) ist Vorsitzender des Deutschen Schriftstellerverbandes. Der Jurist schreibt u.a. Krimis und Drehbücher, z.B. für Schimanski-„Tatorte“ und die ZDF-Serie um Jean Abel. In ihrer anwaltlichen Tätigkeit will Däubler-Gmelin sich mit Breinersdorfer in Sachen Medien-Wirtschaft und geistiges Eigentum engagieren.  

 

Rolf Böhme

Freiburger Oberbürgermeister von 1982 bis 2002 , wird am 6. August 70 Jahre alt. Der in Konstanz am Bodensee geborene Enkel des von den Nazi kurz vor Kriegsende ermordeten früheren hessischen Landtags-Präsidenten, kam zum Studium nach Freiburg, promovierte als Jurist und wurde Rechtsanwalt. Seit 1959 Mitglied der SPD zog 1972 erstmals über die Landesliste in den Bundestag und war von 1978 bis 1982 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Finanzen. Seit 1995 gehörte er dem Präsidium des Deutschen Städtetags an. Als Oberbürgermeister Nachfolger von Eugen Keidel (SPD) wurde Rolf Böhme zweimal  im ersten Wahlgang mit 52, 3 bzw. 50,2 Prozent der Stimmen bestätigt,  nachdem er 1982 mit nur 577 Stimmen vor CDU-Bewerber Sven von Ungern-Sternberg gewonnen hatte und 2002 aus Altersgründen nicht erneut kandidieren konnte. Böhme machte sich auch als Autor einen Namen: „Je mehr wir haben, desto mehr haben wir zu wenig“ (1993) und „Beeilt euch zu handeln, bevor es zu spät ist zu bereuen“ (1997)                  40805

 

Klaus von Dohnanyi

SPD-Politiker des Jahrganges 1928, hat zu Lebzeiten das „peinliche“ Erlebnis, „selbst Gegenstand einer Biografie zu sein“. Der Historiker Jochen Thies hat die Geschichte der ungarisch-deutschen Familie über 125 Jahr und drei Generationen nachgezeichnet. Sie beginnt mit Ernö von Dohnanyi (1877-1960), einem der bedeutendsten ungarischen Dirigenten, Pianisten und Komponisten. Ihm folgt sein Sohn Hans von Dohnanyi (1902-1945), Jurist und Widerstandskämpfer gegen Hitlers Diktatur, der für die Gestapo das "geistige Haupt der Bewegung zur Beseitigung des Führers" war und deshalb noch in den letzten Kriegstagen im KZ Sachsenhausen ermordet wurde. In der dritten Generation machten sich dessen Söhne Klaus als Bundesminister und Regierungschef in der Freien und Hansestadt Hamburg sowie Christoph von Dohnanyi als Dirigent von Weltruf einen Namen. Zur Familie gehört auch Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), der bedeutende protestantische Theologe und Widerstandskämpfer, ein Bruder von Christine von Dohnanyi, der Ehefrau Hans von Dohnanyis. Ihn ermordeten die Nazi am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg. (Die Dohnanyis - Thies, Jochen ,  24,00 €, ISBN 3-5490-7190-6, Verlag Propyläen - Portofrei zu beziehen auch bei der Buchhandlung im Willy-Brandt-Haus Stresemannstr. 28, 10963 Berlin; Tel.: 030/25299-871; Fax: 030/25299-872; buchhandlung.wbh@t-online.de mailto:buchhandlung.wbh@t-online.de)                           

 

Regine Hildebrandt

 

unvergessene SPD-Sozialpolitikerin, ist  auf dem Gelände der Reha-Klinik "Hoher Fläming" brandenburgischen Bälzig mit einem Gedenkstein geehrt worden. Günter Baaske,  Brandenburgs Arbeits- und Sozialminister (SPD), erklärte bei der Enthüllung, seine Vorgängerin sei nicht nur "so etwas wie der Robin Hood des Ostens gewesen", sondern habe sich zu Lebzeiten auch engagiert für die nunmehr zum zehnten Mal veranstaltete Reha-Maßnahme für rheuma-kranke schulpflichtige Kinder und Jugendliche im Land Brandenburg stark gemacht.Victor Bisquolm,Bildhauer aus Borne, schuf den Stein mit der  Aufschrift "Halber Einsatz nein, das ist kein Leben", einem Hildebrandt-Zitat. Edith Kloas, Vizepräsidentin der Brandenburgischen Rheuma-Liga und "Mutter" des Kinder-Reha-Projekts,   hatte vor einem Jahr die Idee dazu. Katrin Eberhardt, Verwaltungs-Chefin der Klinik, und Rheuma-Experte Professor Joachim Oppermann griffen die Idee auf. Mit Hilfe Borner Bürger war der mehrere Tonnen schwere Findling zum   Atelier des Künstlers und dann auf seinen jetzigen Standort transportiert worden. Er trägt auch eine Vogeltränke mit zwei Regen-Abflüssen. Denn: Regine Hildebrandt war nicht nur eine echte Natur- und Stein-Kennerin, sondern wusste auch zu jedem heimischen Vogel Name, Alter, Herkunft, Besonderheiten zu erzählen.                                                              40726

 

Heinz Rapp

 

Bundesbankdirektor a.D. sowie baden-württembergisches MdB von 1972 bis 1987 wird am 25. Juli 80 Jahre alt. Der gebürtige Schramberger machte nach Krieg und Gefangenschaft als Externer sein Abitur und arbeitete zunächst als Schuhhändler. Von 1951 bis 1972 war er bei der Bundesbank tätig. Seit 1957 SPD-Mitglied wurde das Korrespondierende Mitglied der SPD-Grundwerte-Kommission1979 als einer der ersten Sozialdemokraten Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken hat er großen Anteil an den guten Beziehungen, nachdem er 1972 in den Bundestag gewählt worden war. Mit Helmut Schieber veröffentlichte er 1977 sein Buch "Was ist der Wert des Geldes wert?  Diagnose und Therapie der chronisch gewordenen Geldentwertung."     40722

 

Dagmar Roth-Behrendt

Berliner SPD-MdEP, ist zur Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments gewählt worden. Sie erhielt mit 244 Stimmen das  beste Ergebnis, das je eine Frau und Sozialdemokratin erzielt hat und belegt im aktuellen Ranking Platz drei unter den 14 Vizepräsidenten. Gewählt wurde auch ihr Fraktions-Kollege Pierre Moscovici (SPE, FR) mit 209, sowie die Deutschen Ingo Friedrich (CSU-EVP) 232, Sylvia Yvonne Kaufmann (PDS) 121 Stimmen. "Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und auch über dieses klare Ergebnis. Gleichzeitig werde ich aber meine bisherigen Themen Umwelt- und Verbraucherschutz mit Energie und Engagement weiter verfolgen", so Dagmar Roth-Behrendt unmittelbar nach ihrer Wahl. Roth-Behrendt war bisher Mitglied und Sprecherin im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherschutz, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Recht und Binnenmarkt und Vizepräsidentin der Delegation für die Beziehungen zu Australien und Neuseeland. Sie hat sich in den vergangenen Jahren vor allem als engagierte und kompetente Streiterin für die Umweltbelange und Verbraucherfragen der Bürger einen weit über das Europäische Parlament hinaus reichenden Ruf erworben. Das Präsidium ist das administrative Leitungsorgan des Hauses und zuständig für den Haushalt des Parlaments sowie für Personal- und Organisationsfragen. Die Vizepräsidenten vertreten den Parlamentspräsidenten darüber hinaus bei offiziellen Anlässen und bei der Leitung der Plenarsitzungen des Europäischen Parlaments.    40721

 

Josep BORRELL FONTELLES

spanischer Sozialist, ist zum neuen Präsident des Europäischen Parlaments gewählt worden. Er erhielt   388 von   700 Stimmen. 53 waren ungültig oder leer -   demnach zählten 647 Stimmen. Die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen wäre schon mit 324 Stimmen erreicht gewesen.   Gegenkandidat Bronislaw GEREMEK (ALDE, PL) erhielt   208,   Francis WURTZ (KVEL/NGL, FR    51 Stimmen.   Josep BORRELL, erklärte, er werde sich auch auf die politische Erfahrung seiner Gegenkandidaten stützen. Er hoffe auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und bedankte sich für das Vertrauen, das er erhalten habe. Die Mehrheit, mit der er gewählt worden sei, biete Stabilität. Die Effizienz der Arbeiten des EP solle nun von allen angestrebt werden. Der bisherige Präsident Pat Cox sei ein brillanter Präsident gewesen, er habe die europäische Wiedervereinigung geleitet. Die treibende Kraft des Europäischen Parlaments im Konvent sei auf den Willen von Cox zurück zu führen gewesen. Der Beitrag der Parlamentarier im Konvent sei sehr wichtig gewesen. Er betonte in diesem Zusammenhang die Arbeit von Klaus Hänsch (SPD) und Iñigo Méndez de Vigo (EVP-ED, ES). BORRELL   begrüßte insbesondere die Abgeordneten aus den neuen Mitgliedstaaten. Er hoffe, dass Bulgarien und Rumänien auch bald dazustoßen würden. Er wisse, dass er eine sehr wichtige Aufgabe übernehme. Er werde die strategische Planung für die Legislaturperiode in der Septembersitzung dem Plenum vorstellen. Vorher solle es einen Meinungsaustausch geben. Es gebe in den nächsten Jahren eine Reihe von wichtigen Themen, mit denen man sich auseinandersetzen müsse. Er werde seine Willens- und Tatkraft, seinen Verstand und seine Emotionen einbringen, um sein neues Amt zu erfüllen.  40720

 

Dieter Gummer

Verwaltungsdirektor beim Kirchenverwaltungsamt der evangelischen Kirchengemeinde Mannheim, wird  neuer Oberbürgermeister im baden-württembergischen Hockenheim. Der 52-jährige Sozialdemokrat aus Böhl-Iggelheim  wurde mit  4260 (55,07 Prozent) der 7735 Stimmen Nachfolger von Gustav Schrank; FDP-Mitbewerber   Bernhard Haffner kam auf 44,67 Prozent.  Wahlberechtigt waren 15034 Hockenheimerinnen und Hockenheimer. Der gebürtige Speyerer Dieter Gummer ist für acht Jahre gewählt. Er tritt  sein Amt am 1. September an. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,80 Prozent und damit um 4,42 Prozent niedriger als im ersten Wahlgang.  Mehr

 

Hedi Wegener

Sozialpädagogin und SPD-MdB aus dem niedersächsischen Kirchgellersen hat dem CDU-Kollegen Christian Freiherr von Stetten von einem selbst errichteten Denkmal-Sockel herunter geholt. Der geschäftsführende Geschäftsführer eines Ausbildungsbetriebes in Baden-Württemberg hatte sich in BILD und anderswo als erstes MdB feiern Lassen, das als Ausbilder aktiv wurde. Dagegen legt Heidi Wegener Einspruch ein: Sie hat bereits in der vergangenen Legislaturperiode Murat Bashi  als Kaufmann für Büro-Kommunikation in ihrem MdB-Büro ausgebildet: „Herr Bashi hat nach zwei Jahren ( erhatte eine höhere Schulbildung) die Lehre erfolgreich abgeschlossen. Ich habe von meinem Lehrling auch sehr viel gelernt und würde mich freuen, wenn es noch mehr Abgeordnete gibt, die es mir nachmachen.“

 

Renate Lepsius

geborene Meyer, promovierte Historikerin,  SPD-MdB von 1972 bis 1987, ist am  28. Juni – eine Woche nach ihrem 77. Geburtstag -  gestorben. Die gebürtige Berlinerin  war von 1953 bis 1958 Referentin in kulturpolitischen Organisationen sowie Betriebsrätin und nach der Eheschließung Hausfrau. SPD-Mitglied seit 1956 gehörte sie von 1965 bis 1973 zum Landesvorstand Baden-Württemberg und war Stellvertretende AsF-Landes-Vorsitzende und von 1968 bis 1973 zum Parteirat.  Als MdB war sie Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Sozialordnung, im Rechtsausschuss und in der Arbeitsgruppe Frauenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion.  Das ÖTV-Mitglied war seit 1969 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundeszentrale für Politische Bildung.  Die Mutter eines Sohnes ist Autorin des Buches "Frauenpolitik als Beruf. Gespräche mit SPD-Parlamentarierinnen" 40719

 

David Harley

Ist zum neuen Generalsekretär der SPE-Fraktion im Europäischen Parlament ernannt worden.  Seine Ernennung durch den Vorstand folgte einstimmig einem Vorschlag des SPE-Fraktionsvorsitzenden Martin Schulz. Harley, 55, war zwischen 1997 und 1999 bereits stellvertretender Generalsekretär, zuständig für Außenpolitik. In der vergangenen Legislatur-Periode war er im Generalsekretariat des Parlaments Direktor für die Beziehungen zur Presse und - seit 2002 - Sprecher des Parlamentspräsidenten. Er folgt  für fünf Jahre der Französin Christine und wird seine Tätigkeit voraussichtlich zum 1. August beginnen.   40715

 

Tobias Dürr

Politikwissenschaftler, Publizist, Chefredakteur der Berliner Republik, ist mit Tanja Busse  Herausgeber des Aufbau-Buches „Das neue Deutschland - Die Zukunft als Chance“. 19 Autoren wie Wolfgang Engler, Matthias Platzeck, Landolf Scherzer und Franz Walter analysieren den Stand und die Perspektive des Ostens der Republik. Fazit: Der Reform-Prozess wird nur dann gelingen, wenn Politik, Wirtschaft und alle gesellschaftlichen Gruppen ihn als gemeinsame Herausforderung begreifen.

(328 Seiten,  Aufbau-Verlag, 3-351-02553-X, 15,90 € ) - Portofrei zu beziehen auch bei der Buchhandlung im Willy-Brandt-Haus Stresemannstr. 28, 10963 Berlin; Tel.: 030/25299-871; Fax: 030/25299-872; buchhandlung.wbh@t-online.de mailto:buchhandlung.wbh@t-online.de

 

Dieter Sündermann

Anfang der achtziger Jahre ins niedersächsische Oldenburg gezogener Westfale, hat aus der Hand des Oberbürgermeisters der Stadt Oldenburg Dietmar Schütz  das Bundesverdienstkreuz am Bande am Bande erhalten. Sündermann machte sich von Anfang an stark für die Seniorenarbeit. Im Ortsvereins-vorstand ist er seit 1987 Beisitzer und Seniorenbeauftragter, seit 1992 als Seniorenbeauftragter im SPD-Unterbezirk Oldenburg und seit 1994 als Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus - sowohl im SPD-Bezirk Weser-Ems als auch im SPD-Unterbezirk Oldenburg-Stadt tätig. Darüber hinaus ist er seit 2003 Mitglied im Bundesausschuss der Arbeitsgemeinschaft 60plus. 1996 übernimmt Dieter Sündermann auch den Vorsitz der Seniorenvertretung der Stadt  Oldenburg.  Schütz in seiner Festrede zu Sündermann: "Dein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement findet mit der heutigen Ehrung nun die Anerkennung, die es verdient."  40714

 

Bernhard Rapkay

Dortmunder SPD-MdEP, ist zum neuen Vorsitzenden der SPD-Gruppe im Europäischen Parlament gewählt worden. Rapkay  erhielt 18 von 21 abgegebenen Stimmen (85,7 Prozent). Der neue SPD-Gruppenvorsitzende ist seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments aus Nordrhein-Westfalen. Nach dem Vorsitz des SPD-Unterbezirks Dortmund und verschiedenen Funktionen im Bezirk Westliches Westfalen ist er seit 2001 Mitglied im Präsidium und Landesvorstand der NRW-SPD sowie stellv. Vorsitzender im SPD-Parteirat. Vor seiner Zeit im Europäischen Parlament war er, nach einem Studium der Mathematik und Volkswirtschaft, über verschiedene Tätigkeiten in der Erwachsenenbildung und in strukturpolitischen Einrichtungen, zuletzt Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement und Betriebsratsvorsitzender bei der Internationalen Bauaustellung Emscher Park GmbH.  Des weiteren wurden Mechtild Rothe und Udo Bullmann als stellvertretende Gruppenvorsitzende, sowie Constanze Krehl als Schatzmeisterin und Norbert Glante als Beisitzer in ihren Ämtern bestätigt. Bernhard Rapkay erklärte nach seiner Wahl: "Die vergangene Europawahl hat gezeigt, dass das Europaparlament mit seiner Arbeit in und für Europa noch nicht bei allen Bürgern angekommen ist. Das muss sich in der neuen Legislaturperiode ein für allemal ändern. Ich werde mich vor allem dafür einsetzen deutlich zu machen, wie in einer globalisierten Welt sozialdemokratische Werte garantiert werden können. Das kann keine nationale Regierung mehr allein schaffen, dass könne wir nur noch auf europäischer Ebene erreichen."

 

Heidemarie Wieczorek-Zeul

Bundesentwicklungsministerin (SPD) und der nordrhein-westfälische Minister für Wirtschaft und Arbeit, Harald Schartau, haben die sofortige Freilassung des Leiters der Hilfsorganisation Cap Anamur, Elias Bierdel, gefordert. *Es darf nicht zugelassen werden, dass Elias Bierdel dafür bestraft werden soll, weil er Menschen, die in große Not geraten sind, helfen wollte", erklärten die beiden SPD-Politiker. *Humanitäre Aktionen dürfen nicht kriminalisiert werden." Schartau ergänzte: *Genau wie Heidemarie Wieczorek-Zeul kenne ich Elias Bierdel persönlich und schätze seinen Mut und seine Entschlossenheit, sich uneigennützig für andere einzusetzen. Das muss anerkannt und respektiert werden." *Das Flüchtlingselend zeigt, wie unmittelbar humanitäre Katastrophen auch uns betreffen können", betonte Wieczorek-Zeul. "Afrika ist unser Nachbar-Kontinent. Deshalb haben wir in Europa eine besondere Verantwortung für die Menschen, die dort leben."

 

Inge  Meysel

Volksschauspielerin im besten Sinn des Wortes ist gestorben. Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering würdigte sie so: Die deutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten verneigen sich vor einer großen Künsterlein und treuen Weggefährtin. Nach den Verfolgungen im Nationalsozialismus hat sie ihr künstlerisches Können und ihre Beherztheit dem Aufbau eines besseren Deutschlands gewidmet."  Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, über die gebürtige Berlinerin und Trägerin der Ernst-Reuter-Plakette: "Sie war eine große Künstlerin und Charakterdarstellerin von Rang.  Sie  war nicht nur eine wunderbare Schauspielerin, sondern auch eine  politische  Persönlichkeit,  die  sich  zeit  ihres  Lebens  für Gleichberechtigung und Demokratie stark gemacht hat."     40711

 

Christoph Matschie

ist neuer Vorsitzender der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. Neun der 15 Sozialdemokraten stimmten für den 42-jährigen Theologen, der seit 1999 auch SPD-Landes-Vorsitzender  ist und bisher Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium war. Drei Abgeordnete stimmten gegen ihn, drei enthielten sich.  Er löst Heiko Gentzel ab, der für dieses Amt nicht mehr angetreten war. Als Landtags-Vizepräsidentin wurde Birgit Pelke vorgeschlagen. Parlamentarischer Geschäftsführer ist Uwe Höhn.

 

Karl Richter

 

bis 1969 langjähriger Vorsitzender der Berliner IG Druck und Papier. Seit 1920 Mitglied der SPD und der Gewerkschafts-Bewegung, feiert am 11. Juli seinen 100. Geburtstag. 1920 organisierte der Reinickendorfer Lehrling Karl Richter seinen ersten erfolgreichen Streik. Gegen die Nazi kämpfte er in Eisernen Front und in einer Widerstands-Gruppe. Nach Krieg, den er als Soldat in einem Baubataillon mitmachen musste, und Kriegsgefangenschaft baute er in Berlin die Drucker-Gewerkschaft wieder auf. 1971 gehörte er zu den Berliner Gründern der AG 60 plus. Als Gratulanten haben sich auch der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering und ver.di-Chef Frank Bsirske angesagt.

 

Martin Schulz

ist zum Vorsitzenden der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) im EP gewählt worden. Der Spitzenkandidat der SPD bei der Europa-Wahl 2004 erhielt 158 von 179 abgegebenen Stimmen. Er ist der Nachfolger des Spaniers Enrique Baron.   Schulz wirbt weiter für ein Abkommen mit der größten Fraktion im EP, der christdemokratischen EVP. Damit will er Personal-Absprachen für wichtige Posten wie das Amt des EP-Präsidenten und von Ausschuss-Vorsitzen klären. Josep Borrell ist von der Fraktion als nächster EP-Präsident nominiert. Der 57-jährige Doktor der Wirtschafts-Wissenschaften war Spitzen-Kandidat der spanischen Sozialisten (PSOE). Borrell hat die spanische Regierung in verschiedenen EU-Ministerräten vertreten (Haushalt, Verkehr, Telekommunikation, Umwelt). Er war Staatssekretär im spanischen Finanzministerium (1984 von 1991) und zweimal Minister für Verkehr und Umwelt (1991 bis 1996). Zwischen 1999 und 2004 war er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im spanischen Parlament. Außerdem war er Mitglied im Konvent über die Zukunft Europas (2002 bis 2003). Das Parlament wählt den neuen Präsidenten am 20. Juli in Straßburg. Der deutsche EVP-Fraktions-Vorsitzende Hans-Gert Pöttering wäre dann wahrscheinlich nach zweieinhalb Jahren  Mitte der Wahl-Periode dessen Nachfolger.

 

Helga (Magdalena) Timm

Darmstädter SPD–MdB von 1969 bis 1990 (seit 1980 als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises 143) feiert am 11. Juli ihren 80. Geburtstag. Von 1973 bis 1987 war sie Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1987 bis 1990 gehörte Helga Timm zur Beratenden Versammlung des Europarats und der Westeuropäischen Union. Die Tochter eines Hamburger Tischler- und Zimmerermeisters und trat 1946 in die SPD ein. An der Universität Hamburg studierte sie Geschichte, Latein und Pädagogik. 1952 promovierte sie über "Die deutsche Sozialpolitik und der Bruch der Großen Koalition im März 1930" zum Dr. phil. Von 1953 bis 1965 war sie wissenschaftliche Referentin im UNESCO-Institut der Jugend in Gauting bei München. Von 1965 bis 1973 war sie hauptamtliche Dozentin bzw. als Leiterin der Akademie der Arbeit in Frankfurt / Main. Von 1945 bis 1952 war Helga Timm Mitglied der Hamburger Gruppe des SDS. Sie gehörte dem Landespräsidium Hessen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und  dem Bundesvorstand der ASF an. Seit 1979 war sie Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen, deren Vorstand sie bereits seit 1975 angehörte. Das Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie der Humanistischen Union ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes und des österreichischen Großen Silbernen Ehrenzeichens mit Stern.      

 

Sigurd Hauff

 

Berliner SPD-Politiker , Volksbildungsstadtrat in Spandau und 1992 Bezirksbürgermeister, ist mit der Würde eines Stadtältesten ausgezeichnet worden. Ebenso die SPD-Juristin Lore Maria Peschel-Gutzeit (1960 bis 1991 in Hamburg Richterin, 1994 bis1997 Senatorin für Justiz in Berlin mit besonderen Verdiensten nach  der Vereinigung und dann in Hamburg  ebenfalls  Justizsenatorin; derzeit Anwältin in Berlin) sowie Werner Braune   (Pastor, Direktor  der Stephanus-Stiftung in Berlin-Weißensee, Bezirksverordneter  und  Vorsteher  der Bezirksverordnetenversammlung,  Bezirksstadtrat  für Jugend und Sport, später für das Ressort Finanzen und Wirtschaft und schließlich Bezirksbürgermeister) und Barbara John (CDU, 1981 bis 2003 erste Ausländer-Beauftragte des Berliner Senats  und damit dienstälteste  Ausländerbeauftragte der Bundesrepublik) sowie GüntherGottmann (1980 bis 1997 Direktor des Museums für Verkehr und Technik) und Wolfgang Ullmann (Bündnis 90/Die Grünen, in der DDR Mitbegründer des Runden Tisches und Minister ohne Geschäftsbereich in der Übergangsregierung Modrow, 1990 und 1994 MdB und dann MdEP)        

Weitere  Informationen  zur  Stadtältestenwürde   www.berlin.de/RBmSKzl/ehr_stadtaelteste.html  und www.berlin.de/RBmSKzl/ehr_auszeichnungen.html#stadtaelteste   

 

40706

 

Walter Waske

amtierender SPD-Landrat Landkreis Holzminden (Niedersachen), ist in der Stichwahl mit 58,8 Prozent (13.591 Stimmen)im Amt bestätigt worden. Sein Mitbewerber von der CDU musste sich mit 41,2 Prozent (9.509 Stimmen) bescheiden. Wahlberechtigt waren 64.820 Bürgerinnen und Bürger. Die Wahlbeteiligung lag bei 36,0 Prozent.    40705

 

Willy Brandt

hätte seine Freude: In seinem langjährigen Wohnort, dem rheinland-pfälzischen Städtchen Unkel bei Bonn, hat die SPD die Kommunalwahl gegen den Bundestrend und erstmals seit 40 Jahren das Bürgermeisteramt gewonnen.  Gerhard Hausen, künftiger Bürgermeister, erhielt bei der Bürgermeisterwahl 59,34 - der CDU-Kandidat 40,66 Prozent. Dank des in Rheinland-Pfalz möglichen Kummulierens und Pannaschierens  schnitt der Spitzenkandidat und Parteichef der SPD auch bei der Kommunalwahl  mit 2549 der Stimmen glänzend ab. Er erhielt damit die meisten aller Stimmen.  Sein CDU-Mitbewerber blieb um über 500 Stimmen hinter ihm.   Die SPD legte um 12 Punkte auf knapp 45 Prozent zu. Wenn die Sozialdemokraten sich mit den Grünen zusammen tun, haben sie auch die Mehrheit gegenüber der bisher mit absoluter Mehrheit regierenden CDU.

 

Uwe Bartels

MdL und Ex-LAndwirtschaftsminister Niedersachsen, gewann im heimatlichen Vechta bei die Bürgermeisterwahl. In der klassischen CDU-Hochburg kam er auf Anhieb auf 57 Prozent der Stimmen.

 

Alfred Baxmann

gelang im niedersächsischen Burgdorf mit 54,5 Prozent der direkte Einzug ins Rathaus.

 

Ivo Holzinger      

bleibt mit 50,5 Prozent der Stimmen Oberbürgermeister von Memmingen ((Bayern).Die CSU-Kandidatin folgte dem Sozialdemokraten mit 30 Prozent. (Wahlbeteiligung: 57)

 

Clemens Lindemann

bleibt mit  52,2 Prozent der Stimmen Landrat in der Saarpfalz. Der CDU-Bewerber kam auf 42,0.  (56,1 Wahlbeteiligung)

 

Oswald Marr

bleibt mit 57,1 Prozent der Stimmen bei  55,1 Prozent Wahlbeteiligung neuer Kronacher Landrat. Der CSU-Bewerber folgt mit 42,9.

 

Ronny Rhode

kam im niedersächsischen Kreiensen mit 50,9 Prozent in sein Bürgermeisteramt.

 

Franz Müntefering

 

SPD-Vorsitzender und Vorsitzender der Bundestagfraktion, kann auf etwas verweisen, was sonst kaum ein Politiker hat. Er hat in Halle an der Saale einen eigenen Fan-Club. Im Internet (www.franz-muentefering-fanclub.de  ) kann man nachlesen, worum es dabei geht: „Schon im alten Griechenland, waren große Redner und Politiker immer mit einer ganzen Schar von Anhängern zu sehen. Heute sammeln sich diese eher um Stars und Sternchen aus Kultur und Musik. Große Politiker und Redner haben diese Anhänger aber anscheinend verloren.Gerade Franz Müntefering hat jedoch durch seine unverwechselbare Redegewandtheit und seinen nicht zu kopierenden Witz eine ganze Reihe von Sympathisanten, mit und ohne Parteibuch gefunden. Die Frage ist nun, warum diesen Leuten keine Plattform bieten? Der FMFC will zu einer Plattform werden. Zum einen soll hier diskutiert werden, was in der Politik so vor sich geht - man muss ja schließlich nicht immer mit allem einverstanden sein. Zum anderen sollen hier einige Eigenschaften von Franz Müntefering auch an den Mitgliedern gepflegt werden. Franz der auch als "Rhetorikmaschine" bezeichnet wird, spricht Wahrheiten oft mit einer Deutlichkeit aus, die man bei den meisten Politikern vermisst. Daher wollen sich die Mitglieder des Clubs, gerade in der klaren Diskussion üben. Damit ist der FMFC kein Club, der einem neuen Personenkult huldigen will. Hier soll der Arbeit des Politikers Respekt gezollt, Anregungen gegeben werden für das Mitmachen in der Gesellschaft und dabei Kontakt zwischen den unterschiedlichsten Leuten entstehen. Jeder der dabei mitmachen will ist herzlich eingeladen zu uns zu kommen und mit uns zu streiten, mit uns zu feiern und den Kontakt zu Franz zu halten. „

 

Franz Maget

Vorsitzender der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, lädt zum Lesen in den  Landtag ein. Mit Charles M. Huber - "Ein Niederbayer im Senegal" geht es nach dem gelungenen Einstieg am 30. März (Präsentation des bayerischen Polit-Krimis "Schwarzgeld" von Harry Luck ) am Dienstag, 22. Juni,  weiter. Der Schauspieler, besonders bekannt als Inspektor Henry in der Krimiserie "Der Alte" bekannt,  liest aus seinem Buch "Ein Niederbayer im Senegal". Darin erzählt er seine ungewöhnliche Lebensgeschichte  -  aufgewachsen bei seiner Großmutter als schwarzer Bub im tiefsten Niederbayern der 50er Jahre, der später seinen Vater , einen senegalesischen Diplomaten aus der Familie des Präsidenten und Schriftstellers Leopold Senghor , zum ersten Mal auf einem Foto in der "Quick" sieht und auf die Suche nach seinem Vater geht.      40607

 

Dieter Haack

Jurist, SPD-MdB und  von 1978 bis 1982 Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau kann am  9. Juni  seinen 70. Geburtstag feiern. 1934 in Karlsruhe begonnen begann Haack 1953 sein Jura-Studium   in Erlangen und Bonn. Nach seiner Tätigkeit als  Regierungsassessor im bayerischen Staatsdienst wechselte er 1963 in das Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen, wo er es bis 1969 bis zum  Regierungsdirektor und Leiter des Ministerbüros von Herbert Wehner brachte. Seit 1961 ist Haack Mitglied der SPD; 1975 bis 1985 war er Stellvertretender Landesvorsitzender der BayernSPD. Von 1964 bis 1969 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sieg-Kreis (NRW). Von 1969 bis 1990 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, wurde 1972 Mitglied des Fraktions-Vorstandes, bis er im selben Jahr als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau berufen wurde. Als der damalige Amtsinhaber Karl Ravens im Februar 1978 als Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niedersachsen auf sein Amt verzichtete, wurde Haack sein Nachfolger. Von 1990 bis 1999 gehörte er dem Bayerischen Senat an. 1990 wurde er auch zum Präsidenten der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gewählt.  Von  Dieter Haack stammen die Bücher "Lebensläufe, hüben und drüben" (Herausgeber) sowie „Forschungspolitik des Bundes auf den Gebieten des Städtebaues und der Raumordnung“.  Forschungspolitik des Bundes auf den Gebieten des Städtebaues und der Raumordnung.  .

 

Siegrun Klemmer

Diplombibliothekarin und Berliner SPD-MdB von 1990 bis 2002, feiert am  13. Juni ihren 65. Geburtstag. Die verwitwete Mutter zweier Töchter wurde in Danzig geboren. Nach Grund - und Oberschule  in Salzwedel studierte sie bis 1963 Germanistik und Geschichte in Hamburg und Köln. Bis 1967 Tätigkeit im öffentlichen Büchereiwesen Berlin und dann bis 1990 in der Wirtschaftswissenschaftlichen Dokumentation der Technischen Universität Berlin. Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft bzw. ÖTV, der Arbeiterwohlfahrt, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Die Sozialdemokratin (seit 1970) war Kreis- und Landes-Delegierte, Mitglied im Landes-Vorstand und -Ausschuss; stellvertretende und seit 1988 Kreisvorsitzende in Berlin-Charlottenburg. 1983 bis 1985 und von Januar 1989 bis Dezember 1990 war Siegrun Klemmer Bezirksverordnete in Berlin-Charlottenburg.                                                                                    40604

 

Ludwig von Friedeburg

 

am 21. Mai 1924 in Wilhemshaven geborener  SPD-Kultur-Politiker, ht zu seinem 80. Geburtstag zahlreiche Ehrungen erfahren. Die hessische SPD-Landesvorsditzende Andrea Ypsilanti sagte über den ehemaligen hessischen Kulturminister (1970 bis 1974) : „Die Geschichte hat von Friedeburg in weiten Teilen Recht gegeben. In der Zeit, in der Konservative in Deutschland von Friedeburgs Vorstellungen mit Vehemenz bekämpft haben, hat beispielsweise Finnland sein Bildungssystem umgestellt und damit die Weichen für die heutige Spitzenposition in der PISA-Vergleichsstudie gestellt. In Deutschland hingegen herrscht weiterhin eine soziale Auslese, die vielen talentierten Kindern den Zugang zu höheren Qualifikationen verwehrt. Ludwig von Friedeburg hat sich mit dieser sozialen Auslese nie abfinden wollen.“  Von Friedeburg war von 1955 bis 1962 Abteilungsleiter am Institut für Sozialforschung an der Universität Frankfurt am Main. Nach seiner Habilitation bei Theodor W. Adorno an der Philosophischen Fakultät der Universität Frankfurt am Main war er zunächst ab 1962 Professor für Soziologie und Direktor des Instituts für Soziologie an der Freien Universität Berlin. 1966 kehrte er als Professor für Soziologie und Direktor des Instituts für Sozialforschung an die Universität Frankfurt am Main zurück. Von 1975 bis 2001 war er Geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozialforschung.                                  40521

 

Klaus Vater

Sprecher von Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD)  hat nach mehr als 30 Jahren einen Schlussstrich unter seine DGB-Zugehörigkeit gezogen: Der engagierte Sozial-Experte trat aus der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aus. „Ich bin doch kein Masochist“, begründet er seine Kündigung. Die „Entfremdung“ sei im Laufe der Jahre eingetreten, sagt Vater, der sich Anfang der 70er Jahre in der damaligen IG Druck und Papier noch „wohl gefühlt“ hat. Für Verdi ist Vater zwar nur eines von rund 130 000 Mitgliedern, die der Gewerkschaft im Jahr den Rücken kehren. Der Berliner Tagesspiegel. „Der Verlust dürfte aber umso schmerzhafter sein, als Vater seit Jahren sozialdemokratische Sozialpolitik verkörpert.“  Verdi-Vizechefin Margret Mönig-Raane brachte das Fass zum Überlaufen, als sie in Interviews von „Schreckensmonaten“ sprach, die die rot-grüne Sozialpolitik den Menschen gebracht hätte. Vater: Mit Kritik könne er ja umgehen, „aber das kann ich nicht mehr vertragen“. Er wolle keine Mitgliedsbeiträge mehr zahlen, wenn Verdi auf diese Art und Weise alles in den Dreck ziehe. Das Verhältnis habe sich bereits „rapide verschlechtert“, als Verdi seinen früheren Chef, den ehemaligen IG-Metall-Funktionär, Walter Riester für die nach ihm benannte Renten-Reform als Arbeiter-Verräter geißelte. Vater wird künftig außerhalb des DGB Gewerkschafter  bleiben:   Er will dem Deutschen Journalistenverband (DJV) beitreten.

 

Elvira Drobinski-Weiß

Diplompädagogin, Rektorin der Grund- und Hauptschule Kollnau in Waldkirch  zieht für den verstorbenen   Matthias Weisheit  in den Bundestag ein. Die  52-Jährige ist seit 1976 Mitglied der SPD,  Kreisvorsitzende der SPD - Ortenau seit 2001, Beisitzerin im SPD-Landesvorstand Baden-Württemberg seit 1995 und seit 1997 Beisitzerin im AsF-Landesvorstand Baden-Württemberg. Sie leitet seit 1998 den Migrations-Beirat der SPD auf Landesebene  

 

Walter Buckpesch

Berufsschullehrer, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach vom 3. Oktober 1974 bis 2. Oktober 1980 und MdB von 1983 bis 1987 kann am 22. Mai seinen 20. Geburtstag feiern. Er trat der SPD 1953 bei und wurde 1962 hauptamtlicher Stadtrat.

 

Antje Huber

Sport-Redakteurin und Essener SPD-MdB von 1969 bis 1987, kann am 23. Mai ihren 80. Geburtstag feiern. Von 1976 bis 1982 war sie im zweiten Kabinett Schmidt Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit. Sie führte 1979 das Gesetz zum Mutterschaftsurlaub von sechsmonatiger Dauer mit Arbeitsplatz-Garantie und Kündigungs-Schutz ein. Seit 1980 wird durch den Staat denjenigen Eltern ein Unterhaltsvorschuss für ihre Kinder gewährt, deren Unterhaltszahlungen durch den verpflichteten Elternteil ausbleiben. Die Wirtschaftskrise Anfang der 80er Jahre führte zu Einsparungen, im Zuge derer das Kindergeld um rund 10 Mark je Kind gekürzt wird. Bundesministerin Antje Huber wollte dies nicht mittragen und trat nach sechsjähriger Amtszeit Anfang 1982 von ihrem Amt zurück.  SPD-Mitglied seit 1948 gehörte sie von 1975 bis 1983 dem Vorstand der Partei an und von 1978 bis 1984 dem Präsidium.

 

Nils Diederich

Berliner Diplom-Volkswirt, Soziologe und Sinologe wurde 1957 Mitarbeiter am Institut für politische Wissenschaft der Freien Universität (FU) Berlin, 1967 Akademischer Rat, Leiter der Abteilung Parteien, Verbände, Wahlen, 1970 Akademischer Geschäftsführer, ab 1971 Professor. Von 1971 bis 1976 war er Leiter der Planungsleitstelle beim Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er feiert am 24. Mai seinen 70. Geburtstag. Seit 1952 Mitglied der SPD, stellvertretender Kreisvorsitzender, Mitglied des SPD-Landesvorstands war Diederich von 1967 bis 1974 Mitglied der Bezirksverordneten-Versammlung Berlin-Zehlendorf, von 1976 bis  1987 und 1989 bis 1994 Mitglied des Bundestages. Bereits 1946 war er der Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken (SJD) beigetreten (bis 1961). Von 1955 bis 1960 war er Mitglied des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS).    40518

 

Matthias Weisheit

Realschullehrer a. D.,  agrarpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, ist im Alter von 58 Jahren gestorben. Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) würdigte Weisheit am Montag in Berlin als „überaus sachkundigen Agrarpolitiker“, den sie wegen seiner „menschlich angenehmen und humorvollen Art“  immer geschätzt habe. Der Nachrücker für den Bundestag kommt von der Landesliste Baden-Württemberg.  

 

Günter Gaus

  war sich sicher, dass sich die DDR wandeln muss.1974 bekam er den "faszinierendsten Job": Leiter der Ständigen Vertretung der BRD in Ost-Berlin / Im Alter von 74 Jahren gestorben -  "Kämpfen lohnt sich", hieß das Lebensmotto von Günter Gaus, dem Journalisten, den SPD-Kanzler Willy Brandt 1973 mit der heikelsten Aufgabe westdeutscher Politik betraute: Der Mission in der DDR. Den Kampf gegen den Krebs jedoch hat Gaus am Abend des 14. Mai verloren.  www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/deutschland/?cnt=438506

 

... ÜBER DEN BOTSCHAFTER DES WESTENS IM OSTEN - UND DES OSTENS IM WESTEN

 

"Er war der Bundesbürger"

Als Hanseat war Günter Gaus verdorben durch die DDR, meint die ostdeutsche Schriftstellerin Christa Wolf, und doch verkörperte er die Bundesrepublik taz-Interview von PATRIK SCHWARZ  mit Christa Wolf  www.taz.de/pt/2004/05/17/a0176.nf/text

 

Der unbequeme Freund

Günter Gaus gehörte zu einer Minderheit, meint der Hamburger Anwalt Heinrich Senfft. Er versuchte aufzuklären - mit überraschender Geduld  taz- Portrait von HEINRICH SENFFT  www.taz.de/pt/2004/05/17/a0177.nf/text

 

Elke Ferner

Saarbrücker SPD-Bundestagsabgeordnete ist neue Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF). De 46-Jährige erhielt am Samstag bei der ASF-Bundeskonferenz in Leipzig 96 Prozent der Stimmen. Nach mehr als zwölf Jahren an der Spitze der ASF war  Karin Junker MdEP nicht wieder angetreten. Ferner sieht die wichtigsten Aufgaben der ASF in der Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmen-Bedingungen für Frauen, insbesondere in den Feldern Bildungs- und Familien-Politik und Gleichstellung.

 

Johannes Rau

Der Bundespräsident hat in den fünf Jahren seiner Amtszeit die Wertschätzung der Deutschen gewonnen

 

In schwierigen Zeiten manches Mal Zuspruch von Richard von Weizsäcker bekommen. "Sie müssen Ihren Stil durchhalten", riet ihm der frühere Bundespräsident...Peter Pragal in der Berliner Zeitung  www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/341390.html

 

Franz Müntefering zum Tode von Rudi Arndt

  Der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Franz Müntefering hat der Witwe von Rudi Arndt mit folgendem Schreiben kondoliert:

 

 Sehr geehrte Frau Arndt,

 

  zum Tode Ihres Gatten Rudi Arndt spreche ich Ihnen - auch im Namen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands - mein tief empfundenes Mitgefühl aus.

 

Rudi Arndt war ein Sozialdemokrat der ersten Stunde. Er trat 1945 in die SPD ein und hat sich bis in die jüngste Zeit hinein politisch engagiert. Seiner Partei und dem Gemeinwesen hat Rudi Arndt in vielen Funktionen und Ämtern gedient: Er war Jugendfunktionär, Vorsitzender des Bezirkes Hessen-Süd und Mitglied des Parteivorstandes. Er war Mitglied des hessischen Landtags und lange Jahre Wirtschafts- und Verkehrsminister in Hessen. Seine Amtszeit als Oberbürgermeister von Frankfurt nutzte er als leidenschaftlicher Kommunalpolitiker, um in der Stadt bis heute wirksame Akzente zu setzen und das Ansehen von Frankfurt zu mehren. Zehn Jahre war Rudi Arndt auch Mitglied des Europäischen Parlamentes und von 1984-1989 Vorsitzender der Sozialistischen Fraktion. Dort kämpfte er mit großer Überzeugungskraft um mehr Kompetenz und Anerkennung des Europaparlamentes.

 

Nach 1989 war Rudi Arndt ehrenamtlicher Geschäftsführer des SPD-Landesverbandes Thüringen. Seine Tatkraft beim Aufbau der dortigen Partei verschaffte ihm großen Respekt, Anerkennung und Beliebtheit bei allen, die er dort unterstützte.

 

In all seinen Ämtern und Funktionen war Rudi Arndt ein streitbarer Kämpfer für mehr soziale Gerechtigkeit. Er pflegte eine deutliche und klare Sprache und handelte konsequent nach seinen Überzeugungen. Für den Aufbau unseres Gemeinwesens hat er jahrzehntelang einen unverzichtbaren Beitrag geleistet.

 

  Sein unermüdlicher Einsatz für die gemeinsame Sache, seine geradlinige Persönlichkeit und sein kluger Rat werden uns allen fehlen.

 

Die deutsche Sozialdemokratie wird Rudi Arndt ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Mit stillem Gruß   

 

Franz Müntefering

 

40514

 

Günther Verheugen

EU-Erweiterungs-Kommissar, erhält am 6. Mai den Wilhelm-Hoegner-Preis der bayerischen SPD-Landtagsfraktion für seine Verdienste um die Erweiterung der Europäischen Union. Der Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende Kuratoriums Franz Maget wird die Urkunde am Donnerstag, den 6. Mai,  um 11 Uhr in einer Feierstunde im Senatssaal des Bayerischen Landtags überreichen. Die Laudatio hält László Kovács,  Ungarns  Außenminister und Vorsitzende der sozialistischen Partei Ungarns (MSZP). Danach wird Günther Verheugen mit einer Rede antworten. Das Trio Infernale spielt Musik aus den Beitrittsstaaten.  Zuletzt erhielten die Auszeichnung 2003 im "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung" die Gebärdenlehrerin Brigitte Dorschner, der Saxophonist Klaus Kreuzeder und der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Max Weber. 2002 war Preisträger der langjährige Vorsitzende des Bund Naturschutz in Deutschland (BUND), Hubert Weinzierl, im Jahr 2001 der Kabarettist Dieter Hildebrandt und im Jahr 2000 gemeinsam die Brüder Christoph, Hans und Michael Well von der "Biermösl Blosn" und der Schauspieler Jörg Hube. Die weiteren bisherigen Preisträger waren Ernst Müller-Meiningen jr., Heinrich Albertz, Martin Hirsch, Regine Hildebrandt, Wilhelm Ebert, Ernst-Maria Lang, Ilse Schliekmann (Ponkie), Hildegard Hamm-Brücher, Hans-Jochen Vogel, Carl Amery, Hans Riehl und Helmut Zilk.

 

Franz Maget

Vorsitzender der bayerischen SPD-Landtagsfraktion wird 50 Jahre nach dem Wunder von Bern am Jubiläumsspiel der Parlaments-Mannschaften von Ungarn und Bayern am Sonntag in München beteiligen. Maget spielt auf der Position des legendären Torschützen Helmut Rahn, Rechtsaußen. Maget: "Möglicherweise kommt es am Sonntag zu einer Revanche für das Wunder von Bern." Vielleicht aber auch nicht, denn der SPD-Fraktionschef gilt als guter Kicker und meint, es gäbe ja auch einen "Hoffnungsschimmer" für die Bayern. Der SPD-Fraktionschef freut sich ganz besonders auf die Begegnung mit zwei Mitgliedern des ungarischen WM-Teams von 1954. So werden der Torhüter Gyula Grosics und der Verteidiger Jenö Buzànsky mit nach München reisen. Das sportliche Ereignis findet ab 10 Uhr in der Zentralen Hochschulsportanlage der Technischen Universität München, Connollystraße, statt. Für den Bayerischen Landtag begrüßt der Vizepräsident Peter Paul Gantzer die Gäste. Zur Erinnerung: Im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 1954 hat Deutschland, das vorher in den Gruppenbegegnungen Ungarn noch 3:8 unterlegen war, das beste Team der damaligen Zeit, die ungarische "Goldene Mannschaft" unerwartet mit 3:2 besiegt. Das Ergebnis wurde auf der ungarischen Seite als nationale Katastrophe und auf der deutschen als unbegreifliches Wunder empfunden. Dieses sportliche Wunder vor 50 Jahren wurde auch ein Symbol des deutschen Aufschwungs der Nachkriegszeit. Die Begegnung der Parlamentsmannschaften Ungarns und Bayerns ist den Helden auf beiden Seiten gewidmet.

 

Klaudia Martini

ehemalige rheinland-pfälzischen Umweltministerin (SPD) und  Kommunikationschefin der Adam Opel AG, verlässt nach drei Jahren den Vorstand des Rüsselsheimer Autobauers. Martinis Vertrag läuft im September 2004 aus.

 

Gitta Trauernicht

Sozialpädagogin  und niedersächsisches SPD-MdL ist von Heide Simonis (SPD) zur Sozialministerin berufen worden. Trauernicht (53) löst die langjährige Sozialministerin Heide Moser, die wegen einer schweren Krankheit aus dem Amt scheidet.   Trauernicht war unter dem damaligen Hamburger Bürgermeister Ortwin Runde (SPD) Chefin der Senatskanzlei und ab 2001 unter dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Siegmar Gabriel (SPD) Sozialministerin in Hannover.                                    40507

 

Georg Uecker

prominenter Schauspieler und *Unterhaltungsfacharbeiter" unterstützt Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul als ehrenamtlicher *Energiebotschafter". Uecker wird das Bundesentwicklungsministerium dabei helfen, für das Thema erneuerbare Energien und ihren Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. *Ich freue mich sehr, dass Georg Uecker sich bereit erklärt hat, sich der Vermittlung des Themas erneuerbare Energien zu widmen", erklärte die Ministerin. So werde er in Zukunft unter anderem bei öffentlichen Auftritten erneuerbare Energien zu einem wichtigen Thema machen.  *Wer auf erneuerbare Energien setzt, kann Armut nachhaltig bekämpfen", betonte Wieczorek-Zeul. *Zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu kommerzieller Energie. Das heißt: In manchen Regionen müssen Frauen und Kinder bis zu 20 Stunden in der Woche Holz sammeln. Sie stehen täglich mehrere Stunden vor offenen Feuerstellen und schädigen damit ihre Gesundheit", erklärte Wieczorek-Zeul. *Die Folgen sind: Kinder können nicht in die Schule gehen, jährlich sterben 1,6 Millionen Menschen an Atemwegserkrankungen, deren Ursache das Kochen an offenen Feuerstellen ist." Deshalb engagiert sich das Bundesentwicklungsministerium dabei, Menschen in Entwicklungsländern einen Zugang zur Stromversorgung zu ermöglichen und dabei auf umwelt- und gesundheitsschonenden Ressourcen zu nutzen. Dazu gehören die Verbreitung von energiesparenden Kochherden und dezentralen Solaranlagen genauso wie die Förderung von Erdwärme, Biogas- und Windanlagen. Insgesamt hat das Bundesentwicklungsministerium bis zum Jahr 2007 eine Milliarde Euro für die Ausweitung erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz bereitgestellt.   40506

 

Adolf Braun

 

Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ), ist am 13. Mai vor 75 Jahren gestorben und auf  Friedhof Berlin – Friedrichsfelde in der Gedenkstätte der Sozialisten beigesetzt worden. Aus diesem Anlass hat Klaus Uwe Benneter, Generalsekretär der SPD,  an Brauns Grab einen Kranz niedergelegt.  Braun wurde 1862 in Laag (Steiermark) geboren. Früh nahm er die politische Arbeit auf. 1888/89 zählte Braun zu den Mitbegründern der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). Aber auch in der deutschen Sozialdemokratie spielte er eine wichtige Rolle. Als Redakteur, u.a. beim Berliner "Vorwärts", als Schriftsteller und als einflussreicher Sozialpolitiker formte er eine sozialdemokratische Politik der wirksamen Interessen-Vertretung für Arbeiterrechte mit. In seinen Schriften betonte Adolf Braun immer wieder die sozialpolitische Dimension einer konkreten gewerkschaftlichen und politischen Interessenpolitik.  Für die SPD wurde Adolf Braun 1919 in die Verfassung gebende Nationalversammlung in Weimar gewählt. In der SPD-Fraktion übernahm er die Zuständigkeit für volkswirtschaftliche und finanzwissenschaftliche Fragen. Von 1920 bis 1927 war Adolf Braun Mitglied des  Reichstags. Zur Arbeit am Görlitzer Programm der SPD von 1921 leistete er einen maßgeblichen Beitrag. Am 13. Mai 1929 starb Adolf Braun in Berlin.

 

Bernd Lange

hannoversches SPD-MdEP, hat sein Blut auf das Vorhandensein von gefährlichen Chemikalien testen lassen. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Ein Cocktail aus 43 verschiedenen Chemikalien konnte nachgewiesen werden. In den Adern des niedersächsischen SPD-Euroopaabgeordneten fanden sich z.B. Rückstände von polychlorierten Biphenylen (PCB) und  Phthalaten (DEHP). Die Untersuchung erfasst erstmals eine große Bandbreite von sowohl bereits verbotenen als auch weit verbreiteten Chemikalien im menschlichen Körper. Die meisten der Stoffe finden sich in einer Vielzahl von Produkten. Sie werden ebenso für Bauteile von Computern verwendet, wie in PVC-Fußböden. Ende Dezember hatte der WWF erstmals EU Parlamentarier zur Blutprobe gebeten. Das Blut der Politiker wurde auf das Vorkommen und die Konzentration von 101 synthetischen Chemikalien untersucht. Im Zentrum der Analyse standen Stoffe, die langlebig sind bzw. sich im Körper immer weiter anreichern oder hormonell wirken können. Mit der Aktion  soll auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht werden, den derzeit diskutierten Gesetzentwurf zur europäischen Chemikalienpolitik 'REACH' (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) zu stärken. Dabei sollen insbesondere 30 000 schon jetzt im Umlauf befindliche Chemikalien erfasst und auf ihre Ausbreitung und Auswirkung hin bewertet werden, so dass der Einsatz besser eingeschätzt werden kann. "Überrascht hat mich, wie viele Chemikalien in meinem Blut nachweisbar sind, insbesondere PCBs, die ja gar nicht mehr in der EU verwendet werden dürfen und Kunststoffweichmacher", so Lange. Für Lange hat das Ergebnis viele Fragen aufgeworfen, so etwa: Wie wirken sich die nachgewiesenen Chemikalien auf die Gesundheit aus? Oder wie kommen die Chemikalien in den Körper? "Wir müssen unsere Chemikalienpolitik neu strukturieren, um die Auswirkungen besser einschätzen zu können und um Innovationen in neue umweltfreundliche Produkte anzuregen, gerade, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Chemieindustrie zu stärken und damit Arbeitsplätze zu sichern", so die Schlussfolgerung für Lange aus dem Ergebnis seines Bluttests.

 

Rüdiger Butte

Direktor des Landeskriminalamtes Niedersachsen, wurde am 24. April von der SPD Hameln-Pyrmont als Kandidat für die hauptamtliche Landratswahl nominiert. 110 Delegierte aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont wählten Butte mit überragendem Wahlergebnis (98,2 %) zu ihrem Kandidaten - lediglich zwei Delegierte stimmten gegen ihn. Der 54-jährige Butte ist ausgewiesener Verwaltungsexperte, seit 2001 leitet er die einzige polizeiliche obere Landesbehörde Niedersachsens mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nach Abschluss der Polizeiführungsakademie 1985 führte sein dienstlicher Werdegang über die Polizeiinspektion Holzminden, die Bezirksregierung Hannover und das Niedersächsische Innenministerium. Als Weserbergländer, seit 1968 wohnt er in Negenborn (Landkreis Holzminden), hat er einen klaren Blick für die Probleme der Region. Beeindruckt von dem eindeutigen Vertrauensbeweis zeigt sich Butte zuversichtlich: "Ich habe zwar mit einem klaren Votum gerechnet, dass es so überwältigend ausfällt, beeindruckt mich sehr. Bei dieser Geschlossenheit bin ich sicher, die Wahl zu gewinnen. Ich kann mich im anstehenden Wahlkampf auf meine Partei verlassen und mit ihrer breiten Unterstützung rechnen." Die Spitzen der SPD in Hameln-Pyrmont rechnen sich mit Rüdiger Butte beste Chancen aus. Unterbezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller: "Wir freuen uns, einen exzellenten Kandidaten präsentieren zu können. Wir werden ihn mit ganzer Kraft unterstützen. Er ist der Richtige - mit Sicherheit." Auch der Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion, Ulrich Watermann, zeigte sich hocherfreut. "Pragmatiker, Verwaltungsfachmann, Weserbergländer - das ist das richtige Profil. Ich glaube fest an einen Wahlsieg und freue mich schon jetzt auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Rüdiger Butte im Kreis", so der Fraktionsvorsitzende.

 

Niels Annen

Juso-Bundesvorsitzender, den Juso-Bundesvorstand sowie den Landes- und Bezirksvorsitzenden über seine Entscheidung informiert, sein Amt als Bundesvorsitzender der Jusos in der SPD auf dem Bundeskongress vom 18.-20. Juni in München in jüngere Hände zu legen. "Dies tue ich in der festen Überzeugung, dass die Jusos heute ein geschlossener Verband sind, gut vorbereitet, um gemeinsam den Weg in eine neue Zeit zu gehen. [...] Ich habe mir vorgenommen, nicht die gleichen Fehler zu machen, wie viele in der Generation der 1968er. Sie haben in elenden politischen Grabenkämpfen nachfolgende Generationen und politische Talente "weggebissen" und mit dafür gesorgt, dass eine mittlere Generation innerhalb der SPD heute fast nicht existent ist. Wir Jusos von heute wollen es anders machen. Wir müssen es schaffen, einen solidarischen Übergang zwischen zwei Juso-Generationen zu organisieren", so Annen. Als seinen Nachfolger hat er seinen bisherigen Stellvertreter Björn Böhning vorgeschlagen.       40503

 

Erwin Horn

 

Oberstudienrat, von 1969 bis 1998 SPD-MdB mit Direktmandat  des Wahlkreises Gießen, feiert am 2. Mai seinen 75. Geburtstag. In dieser Zeit war er ständig Mitglied des Verteidigungs-Ausschusses, gehörte von 1977 bis zu seinem Aussscheiden dem Fraktions-Vorstand an. Mitglied der Norsatlantischen Versammlung war der Wehr-experte von 1980 bis 1994 - seit 1985 alsVorsitzender der sozialdemokratisch-sozialistischen Fraktion. Von 1994 bis 1998 gehörte Erwin Horn der Parlamentarischen Versammlung des Europarats an sowie der Versammlung der Westeuropäischen Union.   

 

Anke Hartnagel

 

Sparkassen-Betriebswirtin, 1998 als SPD-MdB direkt gewählt in Hamburg-Nord, ist am 17. April verstorben.Geboren am 22. Januar 1942 in Berlin absolvierte die Mutter zweier Kinder nach dem Realschul-Abschluss eine Lehre zur Groß- und Außenhandels-Kauffrau und ließ sich dann zur Sparkassen-Betriebswirtin weiter bilden. Bei der Hamburger Sparkasse war sie u.a. Zweigstellen-Leiterin, Ausbilderin in der Erwachsenen-Bildung, freigestelltes Betriebsrats-Mitglied. Von 1977 bis 1987 lebte sie an der Elfenbeinküste, in Equador, Venezuela und Kolumbien; von 1990 bis 1993 war sie Sachbearbeiterin im Europa-Referat der Hamburger Senatskanzlei. Nach dem Eintritt in die SPD 1966  war Anke Hartnagel 1989 bis 1991 Mitglied im OV-Vorstand und seit 1992 stellvertretende OV-Vorsitzende in Fuhlsbüttel, seit 1996 Mitglied des SPD-Landesvorstands Hamburg. 1993 bis 1998 wurde sie in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt und war von 1997 bis 1998 Vorsitzende des Umweltausschusses sowie Mitglied im Vorstand der SPD-Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft.       40426  

 

Willy Brandt

 

Bundeskanzler und SPD-Vorsitzender, ist die Hauptperson von Michael Frayns Stück «Demokratie», das das Berliner Renaissance-Theater am 6. Mai als deutschsprachige Erst-Aufführung bringt. Das Werk des britischen Dramatikers wurde am 9. September 2003 in London uraufgeführt und vom Publikum begeistert aufgenommen. Der 6. Mai 2004 ist der 30. Jahrestag des Rücktritts Willy Brandts im Zuge der Affäre um den Spion Günter Guillaume. Die deutsche Fassung des Stückes stammt von Michael Raab. Unter Regie von Felix Prader spielen unter anderem Peter Striebeck, Boris Aljinovic, Tilo Nest und Michael Hanemann. Neben Brandt ist Guillaume als heimlicher Gegenspieler die Hauptfigur des Stückes, in dem Schauspieler auch die Politiker Herbert Wehner, Helmut Schmidt, Hans-Dietrich Genscher und Horst Ehmke darstellen.      40414

 

Johannes Rau

Bundespräsident, wird am 30. April als erstes deutsches Staatsoberhaupt anlässlich des EU-Beitritt Polens vor dem Sejm und dem Senat, den beiden Häusern des polnischen Parlaments, reden. «Ich empfinde es als große Ehre und Freude, dass Sie mich dazu eingeladen haben, dieses wichtige Ereignis mit Ihnen und mit den Vertretern des polnischen Volkes zu teilen», bedankte sich Rau in einem Brief an seinen polnischen Amtskollegen Alexander Kwasniewski für die Einladung. An dem eintägigen Besuch in Warschau nimmt auch die Ehefrau des Bundespräsidenten, Christina Rau, teil.  40416

 

Brigitte Freyh    geb. Mayer

SPD-MdB von des Wahlkreises Frankfurt II  von Dez. 1961 bis Dez. 1972 feiert am 25. April ihren 80.Geburtstag. Die gebürtige Brandenburgerin (Ahrensdorf bei Templin)  studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie im Marburg, Hamburg  und  Frankfurt . Nach einer Tätigkeit als Hauptschullehrerin war die Sozialdemokration (seit 1951) von 1956 bis 1961 Stadtverordnete in Frankfurt am Main und dort auch von 1959 bis 1962 Geschäftführerin der Walter Kolb Stiftung  zur Förderung des Zweiten Bildungsweges. Seit  war sie Mitglied der 1966 UNESCO-Kommision, von 1969 bis 1972 Parliamentarische Staatssekretärin im BMZ. 1973 bis war die engagierte Entwicklungs-Politikerin Kuratorin der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung.

 

Klaus Immer

 

SPD-Bundestagsabgeordneter aus Altenkirchen bis 1987, wurde am 9.März 1924 in Ostfriesland geboren. Der Diplom Landwirt und Mitbegründer der Evangelischen Landjugendakademie, wurde 1972 direkt in den Bundestag gewählt. Zur SPD kam der engagierte Kommunalpolitiker und Tierversuchsgegner nach einer kirzen Mitgliedschaft in der Gesamtdeutschen Volkspartei 1957.  

 

Hartmut Soell

SPD-Bundestagsabgeordneter aus Heidelberg von 1980 bis 1994, vollendet am 11. März dsein 65. Lebensjahr. Seit 1977 Professor für Neuere Geschichte in Heidelberg hat der ehemalige Mitarbeiter Helmut Schmidts als Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, mehrere Bücher über prominente Weggefährten verfasst u. a. Der junge Wehner (DVA 1991) und Helmut Schmidt (Band 1. Vernunft und Leidenschaft. DVA München 2003, 980 Seiten, € 39) . Soell trat 1962 der SPD bei und war von 1987 bis 1991 Vizepräsident der VErsammlung der Weteuropäischen Union.

 

Karl Ahrens

SPD-Bundestagsabgeordneter aus Hannover, wurde am 13. März 1924 geboren. Nach dem Jura-Studium brachte er es bis zum Ministerialdirektor im niedersächsischen Innenministerium. Von 1983 bis 1986 war Ahrens Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg, der er von 1987 bis 1991 abgehörte.             40309

 

Ortwin Runde

Hamburger SPD-MdB,  wird am 12. Februar 60. Dem gebürtigen Ostpreußen liegen solide Parteiarbeit und Verhandlungen hinter den Kulissen - als Hamburger Finanzsenator wirkte er u.a. am Kompromiss bei der Neuregelung des Länderfinanzausgleichs mit - mehr als lautes Gepoltere und öffentliche Auftritte, schreibt der „Vorwärts“. Trotzdem stand Runde vier Jahre im Rampenlicht: 1997 wurde er Hamburger Bürgermeister und ebnete dort Rot-Grün den Weg. Als es für diese Koalition nach den Wahlen 2001 nicht mehr reichte, trat Runde zurück. Im Bundestag kann er seit 2002 sein Verhandlungs-Geschick erneut beweisen: in der von Bund und Ländern eingesetzten Föderalismus-Kommission. Die ZEIT hat Ortwin Runde einmal als "geduldig, unkompliziert und uneitel" beschrieben.

 

Enno Siehr

ist mit 56 Prozent der Stimmen am 8. Februar als Landrat des hessischen Kreises Groß-Gerau bestätigt worden. Der CDU-Mitbewerber Günter Schork  erhielt 33,3, die Grüne Christine von Essen 10,7 Prozent. Sieht: „ Seit 12 Jahren bin ich nun Landrat und kenne die vielfältigen Interessen und Sorgen der Menschen hier im Kreis. Ich freue mich nun darauf, diese Arbeit fortsetzen zu können.“   40211

 

Egon Lutz

 

Nürnberger SPD-MdB von 1972 bis 1990, feiert am 16. Januar seinen 70. Geburtstag. Der gebürtige Bayreuther trat der SPD 1953 bei, war Jugend- und Bildungssekretär der IG Druck und PApier und Redakteur der "Nürnberger Nachrichten".

 

Manfred Wagner

Mitglied des Europäischen Parlaments von 1979 bis 1989 und des Saarland-Landtages von 1970 bis 1979, feiert am 14. Januar seinen 70. Geburtstag. Wagner stammt aus St. Ingbert und war, bevor er von 1972 bis 1998 Vorsitzender des DGB-Saar war, lange Jahre Vorsitzender des Betriebsrates der Halbergerhütte.

 

 

Freimut Duve  

(67) Journalist, Hamburger SPD-MdB  von 1980 bis 1998 und seither  „Beauftragter für die Freiheit der Medien“  der  Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)  wird am 13. Januar von Bundespräsident Johannes Rau für seinen Einsatz für die Medienfreiheit mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.  Duve  habe Journalisten, die wegen ihrer Regierungskritik in  Bedrängnis geraten sind, persönlich geholfen und Begriffe wie „Zensur durch Mord“ und „strukturelle Zensur“ geprägt, erklärte das OSZE-Büro. Dabei habe er nicht nur auf die neuen Demokratien im Osten, sondern auch auf die reifen Demokratien Westeuropas geblickt und Defizite öffentlich kritisiert.

 

Roland Kaiser

Schlagersänger, wird bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wieder für die SPD Wahlkampf machen. Der 51-Jährige sagte dem Kölner „Express“: „Ich finde, viel mehr Leute auch aus dem Showgeschäft sollten den Mut haben zu sagen, wofür man steht“, begründete er sein  Engagement. Kaiser war Ende 2002 demonstrativ in die SPD eingetreten. Wenige Monate zuvor hatte er an seinem 50. Geburtstag ohne Gage ein Konzert für 2.500 Arbeitslose gegeben. Der Sänger engagiert sich seit längerem für Arbeitslose und wurde dafür von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem Beschäftigungs-Förderpreis geehrt.

 

Johannes Rau

Bundespräsident,  wird 113. Ehrenbürger Berlins  Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) trug dem scheidenden Staatsoberhaupt bei einem kurzen Gespräch über die künftige Rolle Berlins als Bundeshauptstadt dieses Ehrung an. Der rot-rote Senat und das  Abgeordnetenhaus hatten zuvor einen entsprechenden Beschluss gefasst. Rau, der in der kommenden Woche seinen 73. Geburtstag feiert, nahm das Angebot an. Es ist Berliner Tradition, dem Bundespräsidenten diese Ehrung kurz vor dem Ausscheiden aus dem Amt anzubieten. Alle sieben Amtsvorgänger Raus von Theodor Heuss sind Ehrenbürger der Hauptstadt. Die Zeremonie ist noch vor Ende der Raus fünfjähriger Amtszeit  geplant.   Unter den Ehrenbürgern Berlins finden sich so illustre Namen wie Zar Nikolaus I. - Kaiser von Russland (Nr. 13), Alexander von Humboldt (Nr. 32), Heinrich Schliemann (Nr. 40), Otto Hahn (Nr. 77), Heinrich Zille (Nr. 80), Willy Brandt (Nr. 83), Sigmund Jähn (Nr. 92), Michail Gorbatschow (Nr. 103) und Marlene Dietrich (Nr. 112). Mehreren führenden Nazis, darunter Hitler, wurde die Ehrenbürgerschaft wieder aberkannt. Die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung strich nach der Wende die Ehrenbürgerschaften von Walter Ulbricht und Erich Honecker. Berliner Ehrenbürger erhalten eine Urkunde, auf der ihre Verdienste angegeben sind. Sollten Ehrenbürger bedürftig werden, steht ihnen eine so genannte Ehrenversorgung zu. Außerdem erhalten Ehrenbürger kostenlos eine Jahreskarte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Das Land Berlin übernimmt die Kosten für die Begräbnisse von Ehrenbürgern in einem Ehrengrab der Stadt Berlin.          www.berlin.de/RBmSKzl/ehr_auszeichnungen.html     40107

 

Tobias Dünow

ist neuer Pressesprecher der SPD-Landtagsfraktion in Niedersachsen. Er folgt Cornelius Schley, der sich jetzt ausschließlich seiner Arbeit als Fraktionsgeschäftsführer widmet. Dünow ist in Hannover kein Unbekannter. Nach seinem Studium der Germanistik, Geschichte und Publizistik in Göttingen war er ab 1999 im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) für die Bereiche Bundesrat und Grundsatzfragen zuständig. 2001 wechselte er ins Pressereferat des MWK. Im Mai 2003 ging Dünow nach Brüssel. In der niedersächsischen Landesvertretung kümmerte er sich um die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Kultur. Der 31-Jährige freut sich auf seine neue Aufgabe: "Eine spannende Herausforderung und einen tolles Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwarten mich in Hannover."

 

Else Pilz

92-jährige Rentnerin in Bonn-Muffendorf, hatte dieser Tage ein volles Haus: Mit Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann kamen Ministerpräsident Peer Steinbrück und MdB Ulrich Kelber, um ihr zu 80 Jahren Mitgliedschaft in der SPD zu gratulieren. Neben dem SPD-Vorsitzenden Gerhard Schröder hatten der Landesvorsitzende Harald Schartau und die Vorsitzende des OV Godesberg Süd, Gislint Grenz, die Ehren-Urkunde unterschrieben. Dazu bekam sie eine zweite Platin-Brosche - denn normalerweise gibt es eine solche zum 75. Jubeltag und der 80. kommt so gut wie gar nicht vor. Else Pilz, 1911 im voigtländischen Nietschkau geboren schloss sich bereits mit 12 Jahren  der sozialistischen Jugend, den Falken, an. In der Weimarer Republik half sie dem Vater beim Kleben der Wahl-Plakate. Weil in ihr im Godesberger OV, dem sie auch bereits 25 Jahre angehört, die Partei-Veranstaltungen damals zu öde waren, engagierte sie sich um so mehr bei der Arbeiterwohlfahrt. Der Bonner General-Anzeiger. "Doch der SPD blieb sie in ihrem Herzen treu. 'Nicht einen Tag in meinem Leben habe ich die Partei vergessen", sagt sie mit fester Stimme zu Peer Steinbrück, dem sie demonstrativ auf die Schulter tippt. 'Hast Du nicht auch manchmal um die Partei geweint?', fragt der Ministerpräsident. Else Pilz nickt: 'Die Tränen kann ich gar nicht zählen.'"

 

Helmut Schmidt

 

Alt-Bundeskanzler (SPD), der von 1969 bis 1972 Bundesminister der Verteidigung war, hat im Hinblick auf seinen 85. Geburtstag am 23. Dezember nicht nur die Ehrendoktor-Würde der Universität der Bundeswehr in Hamburg erhalten, sondern die Lehr-Einrichtung trägt jetzt auch seinen  Namen. Die Hochschule würdigt damit  die Verdienste des Sozialdemokraten um die Gründung der Bundeswehr-Hochschulen in München und Hamburg. Seit Aufnahme des akademischen Lehrbetriebs 1973 absolvierten dort mehr als 23 000 Offiziere im Rahmen ihrer militärischen Ausbildung ein wissenschaftliches Studium.    31216

 

Ernst Schwanhold

Diplomingenieur, Ex-MdB und ehemaliger NRW-Wirtschaftsminister (SPD),  tauscht laut "Welt" seinen jetzigen Job als Unternehmens-Berater mit dem des Bereichsleiters "Umwelt, Sicherheit und Energie" bei BASF, dem größten Chemie-Konzern der Welt. Der 54-Jährige folgt Walter Seufert, der den Bereich Marktausschöpfung Europa übernimmt. Schwanhold ist damit Spitzen-Manager unterhalb des Vorstandes.

 

Jürgen Rollmannn

Sprecher der BayernSPD, wird Beauftragter der Bundesregierung für die Fußballweltmeisterschaft 2006.  Der 37-jährige ehemalige Profi-Torwart tritt sein Amt im Bundesinnenministerium in Berlin bereits in dieser Woche an. Rollmann war seit Oktober 2000 Sprecher des SPD-Landesverbandes. Von 1988 bis 1995 war er Torwart bei Werder Bremen und beim MSV Duisburg.  Von 1992 bis 1997 war Rollmann Vizepräsident, Präsident und kommissarischer Geschäftsführer der Spieler-Gewerkschaft VdV.     31209

 

Ludwig Stiegler

stellv. Vorsitzender der SPD-Bundestags-Fraktion und Kommissarischer Vorsitzender der BayernSPD soll und will den Vorsitz übernehmen.  Stiegler erhielt ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung das Votum des Landesvorstandes, beim a.o. Landesparteitag der BayernSPD findet am 27. März in Fürth als neuer Landesvorsitzender zu kandidieren. In Fürth finden auch die Nachwahlen zu den frei gewordenen Positionen statt, jedoch keine Neuwahl des gesamten Landesvorstandes. Dazu erklärt Ludwig Stiegler: ,,Ich freue mich sehr über das Votum des  Landesvorstandes. Also: Pack mer´s! Meine Motivation anzutreten, lässt sich in drei Punkten beschreiben. Erstens geht es darum, in Berlin unsere Regierungsmacht zu verteidigen. Zweitens habe ich einfach eine narrische Freude, mich mit der CSU auseinanderzusetzen. Ein Edmund Stoiber ohne Staatskanzlei ist das, was er einst bei seinem unvergessenen Auftritt in der Christiansen-Talkshow abgeliefert hat. Und drittens bin ich jetzt fast 40 Jahre Mitglied der SPD. Gerade wir Älteren haben eine Verpflichtung den Jüngeren gegenüber, ihnen eine intakte Partei zu überlassen. Einige Dinge müssen verbessert werden, da will ich mithelfen und mitarbeiten, um die BayernSPD in eine gute Zukunft zu führen.''    31208

 

Doris Ahnen

 

mit 39 Jahren als Bildungsministerin jüngste im rheinland-pfälzischen Kabinett von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). tritt  am   14. Januar  ihre neue Aufgabe als Vorsitzende der Kultusminister-Konferenz an. Die gebürtige Triererin hat eine Blitzkarriere hinter sich: Die studierte Politik-Wissenschaftlerin und Pädagogin trat 1985 in die SPD ein und gehörte bereits zwei Jahre später dem Vorstand der Jungsozialisten (Jusos) an. Nach ihrem Magister-Abschluss an der Mainzer Universität im Jahr 1990 wurde Ahnen persönliche Referentin des damaligen Universitäts-Präsidenten Jürgen Zöllner (SPD), der sie nach dem Regierungswechsel 1991 als Büroleiterin mit ins Wissenschaftsministerium nahm.  1996 stieg Ahnen zur Staatssekretärin im  Bildungsministerium auf. Die Einführung der Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz wurde ihr «Kind» und brachte ihr nach den Landtagswahlen 2001 die Berufung zur  Bildungsministerin ein. Mit 36 Jahren wurde Ahnen zum jüngsten Mitglied des rheinland-pfälzischen Kabinetts. Die Newcomerin gilt aber zugleich als eines der fleißigsten Regierungsmitglieder: In ihrer Amtszeit brachte sie die Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz auf den Weg, legte eine Novelle des Schul-Gesetzes für mehr Eigenständigkeit der Schulen vor und startete zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Unterrichts-Qualität.

 

Vicco von Bülow (Loriot)

 

Prof. Dr. h.c. , Zeichner und Filme-Macher, hat zu seinem 80. Geburtstag am 12. November auch ein Glückwunsch-Schreiben von Bundeskanzler Gerhard Schröder erhalten: „ Sehr geehrter, lieber Herr von Bülow,

 

als Sie 50 wurden, wusste man noch, woran man war. Sie waren der Mann, der die Nation mit der Lebenshilfe versorgte, die sie so dringend benötigte: der Humorist, der den Ruf des Fernsehens als Zentralmedium für Hochkultur festigte - und als Schauspieler waren Sie auf dem Weg, die Beliebtheitsskala in (West-)Deutschland anzuführen. Zu Ihrem 60. Geburtstag benötigten die Laudatoren schon zur vollständigen Aufzählung aller Preise eine halbe Stunde, Ihr Berufsfeld hatten Sie bereits um das des Dirigenten erweitert. Mit 70 - nicht ganz ausgelastet als Humorist, Regisseur, Schauspieler und Dirigent - haben Sie sich zusätzlich der Volksbildung verschrieben und machten sich auf die Reise, um Ihren Landsleuten Wagner, Thomas Mann und Voltaire nahe zu bringen. Nun werden Sie 80, eigentlich ein angemessenes Alter, um den Gang der Jahreszeiten zu betrachten und gelegentlich die Pokale zu polieren - Sie entschlossen sich allerdings, Ihren Status als Lehrkraft zu legalisieren und wurden Professor. Wer an der Berliner Hochschule der Künste studiert, kann vom Wintersemester an von Ihren Erfahrungen im Fach "Theaterkünste" profitieren.

 

Was soll ein Bundeskanzler, der nur mit wenigen Berufsfeldern aufwarten kann, da noch sagen? Zunächst natürlich: Herzlichen Glückwunsch! Und dann: Vielen Dank. Danke für ein Lebenswerk, das in der deutschen Literatur- und Humorgeschichte wohl einmalig ist.

 

Sie haben uns die Idyllen der Familie Hoppenstedt geschenkt, Wahrheiten über alle Unzulänglichkeiten des modernen Menschen an sich offenbart - doch dann auch stets eine konstruktive Lösung angeboten. Das gefällt natürlich besonders Politikern. Sicher bin ich nicht der einzige, der ohne die praktischen Handreichungen Ihres Stan­dardwerks von 1957, "Wie gewinnt man eine Wahl?", nicht dahin gekommen wäre, wo ich heute stehe.

 

Sie und Ihre Schaffenskraft betrachtend, erscheinen die Folgen des von vielen ge­fürchteten demographischen Wandels doch in einem viel milderen Licht. Ich bin jedenfalls auf alles gefasst. Im Übrigen: Das Wappentier Ihrer Familie, oriolus oriolus, soll ja ein scheuer, aber auffälliger und ruffreudiger Vogel sein. Mit allen Ihren Fans hoffe ich, dass Sie sich diesem Erbe verpflichtet fühlen und in Ihrer Eigenschaft als Loriot uns noch lange mit Rufen und Gesängen erfreuen.

 

Alles Gute! Ihr Gerhard Schröder“

 

Wolfgang Huber

Bischof der evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, hat als neuer Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in  Deutschland (EKD), gute Wünsche von allen Seiten erhalten. Die Stuttgarter Zeitung feierte den 61-jährigen Vater dreier Kinder als „geborenen Klassenbesten“. Der gebürtige Straßburger, der in Freiburg aufwuchs, machte seinen Doktor als Kirchen-Historiker bereits im Alter von 24 Jahren, wurde stellvertretender Leiter einer  Forschung-Stelle und mit 38 Professor in Marburg, wo er sich verstärkt sozial-ethischen Frage zuwandte.  „Der christliche Glaube ist“  für ihn „so  politisch, wie er persönlich ist.“  Dass ein Anhänger der „ Theologie der Einmischung“ und bekennender Pazifist ist kann man auch in seien Predigten nachlesen.  Seine politische Heimat ist die SPD, deren Mitgliedschaft allerdings wegen seines Bischof-Amtes seit 1994 ruht. Zugleich hatte der stellvertretende Vorsitzende  des SPD-Ortsvereins Heidelberg-Ziegelhausen seine Kandidatur für den Bundestag zurück  gezogen. Sein Engagement wird auch in einer seiner ersten EKD-Erklärung deutlich, mit der er am 9. November forderte, die Erinnerung an Pogrom-Nacht wach zu halten.     

 

Vural Öger

türkischstämmiger Reise-Veranstalter,  wird sich als SPD-Kandidat für die Europawahl aufstellen lassen. Öger stehe auf Platz 10 der Liste und soll auf dem Europa-Parteitag in Bochum gewählt werden, kündigte SPD-Generalsekretär Olaf Scholz in Berlin an.  Scholz sagte, Öger sei als deutscher Staatsbürger und erfolgreicher Unternehmer eine „Zierde für die Kandidatur“. Erwartungs-gemäß wird  Martin Schulz, Vorsitzender der SPD-Europa-Abgeordneten, die SPD in den Wahlkampf führen. Der 47-jährige Rheinländer ist wegen seiner Kritik an Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Anfang Juli hatte er im Straßburger Europa-Parlament Berlusconi und dessen Innenminister Umberto Bossi mit Rechts-Fragen kritisiert. 1994 erstmals ins EU-Parlament gewählt ist er jetzt auch stellvertretender Vorsitzender der sozialdemokratischen EP-Fraktion.

 

31110

 

Manfred Stolpe

Bundesverkehrsminister und Ost-Beauftragter der Bundesregierung, hat die Ehrenplakette der Volkssolidarität erhalten. Der im Oktober 1945 gegründete Verein vergibt die  Auszeichnung an Menschen, die sich in besondere Weise für die Belange von sozial Schwachen und Benachteiligten eingesetzt haben. Stolpe machte   anlässlich der Verleihung  deutlich, dass insbesondere bei den anstehenden Reformen die soziale Gerechtigkeit nicht in den Hintergrund treten darf. Der notwendige Umbau der Sozialsystem dürfe nicht zu unzumutbaren Belastungen für die Schwächsten der Gesellschaft führen. Die Bundesregierung hat deswegen die Reformen am Arbeitsmarkt mit Programmen insbesondere für Langzeitarbeitslose flankiert. Der Schwerpunkt der Förderung wird in Ostdeutschland liegen. Der Bundesminister dankte der Volksolidarität gleichzeitig für ihre hervorragende Arbeit in Ostdeutschland. Dem unermüdlichen Einsatz von vielen Ehrenamtlichen ist es zu verdanken, dass heute ein umfangreiches und vielseitiges Netz an sozialer Betreuung vorhanden ist.                                                                                                                    31022

 

ThomasMirow

Unternehmensberater und Ex-Senator, soll die Hamburger SPD in zwei Jahren als Spitzenkandidat bei der Bürgerschaftswahl zurück an die Macht führen. Mirow setzte sich mit 17 zu zwei Stimmen im  Landesvorstand gegen den Arzt und Bürgerschaftsabgeordneten Mathias Petersen durch, der vor wenigen Wochen überraschend sein Interesse an der Aufgabe angemeldet hatte. Nun muss ein Landesparteitag am Freitag Mirow endgültig als Kandidat für die Wahl in zwei Jahren benennen. Mirow war Wirtschaftssenator im rot-grünen Senat unter Bürgermeister Ortwin Runde, der 2001 von CDU-Herausforderer Ole von Beust besiegt worden war. Die SPD hatte sich nach der Krise der Beust-Regierung im Sommer entschlossen, ungewöhnlich früh einen Herausforderer zu ernennen, um den Senat aus CDU/FDP und Schill-Partei stärker unter Druck setzen zu können. Es gilt als wahrscheinlich, dass Mirow sich auf dem Parteitag durchsetzt. Hamburgs SPD-Landesvorsitzender Olaf Scholz sagte nach der Entscheidung über Mirow: „Thomas Mirows Kompetenz insbesondere in den wichtigen Bereichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sowie Stadtentwicklung und seine politische Erfahrung haben für die Entscheidung des Landesvorstands eine wichtige Rolle gespielt.“ Petersen erklärte, falls er bei der  Kandidaten-Aufstellung unterliege, sei er bereit, im einem SPD-Team mitzuarbeiten. „Wir haben alle ein gemeinsames Ziel. Und das heißt «Ablösung dieses Senats““, sagte Petersen.

 

Hermann Buschfort

Von 1965 bis 1990 SPD-MdB aus Bocholt (NRW) und  1980 bis 1982 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Behinderten starb am 13. September nach schwerer Krankheit. 1968 bis 1974 und 1982 bis 1984 gehörte er dem SPD-Fraktionsvorstand an, von Mai 1974 bis April 1982 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. Das Mitbestimmungsgesetz für mehr Arbeitnehmerrechte trug maßgeblich die Handschrift Hermann Buschforts. Zudem setzte er sich für die Absicherung von Betriebsrenten bei Firmenzusammenbrüchen, für die Schaffung der Künstlersozialversicherung sowie für Behindertenrechte ein. Der engagierte Sozial-Politiker wurde am 25. Juni 1928 in Bocholt geboren. Er absolvierte eine Lehre zum Feinmechaniker.  Diesen Beruf übte er  bis 1959 aus. Seit 1947 war Hermann Buschfort Mitglied der SPD, seit 1946 der Gewerkschaft IG Metall. Darüber hinaus engagierte er sich bei der Arbeiterwohlfahrt, deren Bundesvorsitzender er ab 1983 war wie auch Vorsitzender des Internationalen Arbeiterhilfswerks. Zudem fungierte er als Vorsitzender der Aktion Sorgenkind und war im Vorstand der Welthungerhilfe tätig. 1987 wurde er Präsident der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege.  „Hermann Buschfort gehört zu den großen Persönlichkeiten auf der politischen Bühne im Nachkriegsdeutschland", so Hans-Peter Kemper, Vorsitzender der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion. Auch nach seiner aktiven politischen Zeit sei Buschfort ein viel und gern gefragter Ratgeber und Redner gewesen. „Buschfort wurde gefeiert von politischen Freunden, geachtet und respektiert vom politischen Gegner.“

 

Herbert Schnoor

Rechtsanwalt und früherer NRW- Innenminister (76), kehrt in die Politik zurück. In seiner Wahlheimat Werder an der Havel kandidiert  bei der brandenburgischen Kommunalwahl am 26. Oktober auf Platz 4 für die Listen-Vereinigung SPD / Bürgergemeinschaft Neues Werder (BGNW). Mit dem „ kompetenten und angesehenen Spitzenpolitiker“ hoffen die Werderaner Sozialdemokraten in der künftigen Stadtverordneten-Versammlung die stärkste Fraktion zu stellen und damit die CDU in dieser Position abzulösen.  

 

Claus Weyrosta

 

gebürtiger Breslauer, Maurer, Architekt  und SPD-Landtagsabgeordneter im BW-Wahlkreis Bietigheim von 1966 bis 1996 sowie Bietigheimer Stadtrat und Ludwigsburger Kreisrat, ist  am Wochenende mit 78 Jahren gestorben. Der Mann, der in kein Schema passte, war Bundesvorsitzender der Naturfreunde, Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Vorsitzender des Wirtschafts- und des Umweltausschusses. Er war der unbequeme Vor- und Querdenker und auch einer der Wegbereiter eines "Wirtschaftspfades nach Polen". Er wurde mit dem Offizierskreuz des polnischen Verdienstordens ausgezeichnet.  Der "rote Claus" war Sozialdemokrat alter Schule und eine Kämpfer-Natur, die es Freunden und Gegnern oft nicht leicht gemacht hat. „Denn eines tat Weyrosta aus innerster Überzeugung nicht: Stromlinienförmig im Kiel-Wasser allgemeiner Überzeugungen zu schwimmen.   Politik machte ihm von Anfang rundweg Spaß. In Partei und Fraktion galt Weyrosta als Ideologe, geradlinig und direkt, zuweilen auch raubeinig,“ würdigte ihn die Stuttgarter Zeitung.  "Wer in die Politik geht, muss Menschen gern mögen", hatte er einmal gesagt.                                                                                                                                                                                             31006

 

Liesel Hartenstein

SPD-MdB von 1976 bis 1998, hat am 20. September ihren 75. Geburtstag gefeiert. Mehrere Jahre gehörte die promovierte Philologin und zeitweilige Journalistin aus Steinehaig im Kreis Crailsheim dem Fraktions-Vorstand an. Und war mehrere Jahre stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen ASF. Bereits 1975 wurde sie in den Landesvorstand Baden-Württemberg gewählt.

 

Günther Koch

 

Lehrer und fränkische Sportreporter-Legende, hat als SPD-Landtagskandidat ein Rekord-Ergebnis eingefahren. Koch, der ohne eigenen Stimmkreis angetreten war, konnte als Listen-Kandidat 54 199 Zweitstimmen gewinnen - – auch Dank seiner besonderen Zweitstimmen-Kampagne www.zweitstimme-guenther-koch.de . Damit schob er sich mit knapp 4000 Stimmen vor die SPD-Bezirksvorsitzende Christa Naaß, die an erster Stelle der Liste geführt war. Koch sagte der Nachrichtenagentur ddp, er mache seinen Einzug in den Landtag davon abhängig, ob er weiter als Sport-Reporter tätig sein dürfe. Koch gab sich zuversichtlich, am Donnerstag bei einem Gespräch mit dem Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Thomas Gruber, einen Kompromiss zu finden.

 

Hubert Schulte  

52-jähriger ehemaliger Hamburger Staatsrat und Chef der Senatskanzlei, ist ab  1. Oktober Nachfolger des Berliner  Staatssekretär Frank Bielka (55). bei Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD).   Schulte, 1951 in Ahaus Westfalen geboren,  hat in Münster Volkswirtschaft studiert und arbeitete zunächst u.a. im Bundesfinanzministerium (1980) und ab 1981 in der SPD-Bundestagsfraktion Nordrhein-Westfalen. 1985 wechselte Schulte als abteilungsleiter für überregionale Finanz-Angelegenheiten in die Hamburger  Finanz-Behörde. 1992  übernahm er dort die Leitung des Amtes für Haushalt und Aufgaben-Planung. Im Jahr 2000 wurde er Chef der  Hamburger Staatskanzlei. Schulte ist verheiratet und hat einen Sohn        30923

 

Manfred Stolpe

Bundesverkehrsminister (SPD), hat dem Spruch der alten Römer "Nomen est Omen" ein weiteres Beispiel hinzu gefügt. Er beklagte in  einer Pressekonferenz in Berlin den oft «unwissenschaftlichen Umgang» der Medien mit seinem Familien-Namen. In einigen Berichten über die Lkw-Maut, bei der er einen schweren Stand hat, sei sein Name mit «Stolpern» in Verbindung gebracht worden. Dabei handele es sich bei «Stolpe» um ein wendisches Wort, das in den slawischen Sprachen «Säule» bedeute - «das heißt also: nicht so schnell umfallen», stellte Stolpe auch mit Blick auf seine politische Zukunft klar.

 

Wolfgang Tiefensee

Leipzigs SPD-Oberbürgermeister, erhält am 24. September im Berliner Friedrichstadt-Palast  für seine Verdienste um Leipzig und sein Engagement bei der Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2012  die „Goldene Henne“  des MDR und von „Super Illu“. Bereits vorher war Tiefensee mit dem Medienpreis des Mitteldeutschen Presseclubs bedacht worden.   30919

 

Gerhard Schröder

Bundeskanzler,  sandte an Ralph Giordano zur Verleihung des Leo-Baeck-Preises folgendes Glückwunschschreiben: Sehr geehrter Herr Giordano,

 

  zur Verleihung des Leo-Baeck-Preises des Zentralrates der Juden in Deutschland gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.

 

  Mit dem Leo-Baeck-Preis werden Sie für Ihr leidenschaftliches wie engagiertes Eintreten gegen das Vergessen und Verdrängen, die "zweite Schuld" wie Sie dies nennen, geehrt. Nationalsozialismus und Faschismus, die Ihnen Ihre Kindheit stahlen, benennen Sie nachdrücklich und konsequent.

 

  In über 40 Jahren haben Sie sich der Geschichte Ihrer Familie unter nationalsozialistischer Verfolgung und während des Bombenkrieges in Ihrer Vaterstadt Hamburg literarisch angenähert. "Die Bertinis" bewegen in sensibler wie nachdrücklicher Weise durch die Kraft Ihrer Sprache, die Lebendigkeit der beschriebenen Personen und die Grausamkeit des erlittenen Schicksals. Unverändert beklemmend ist es, wie Juden und ihre Angehörigen ausgegrenzt, um ihr Zugehörigkeitsgefühl, um ihre Lebenschancen gebracht wurden, wie sie mit Verboten und Drohungen belegt und mit der Furcht des jeder Zeit möglichen Gewalttodes leben mussten.

 

Viele, die ein ähnliches Schicksal durchlitten haben, sind zu anderen Konsequenzen für ihr persönliches Leben gekommen. Sie, verehrter Herr Giordano, haben nach langem Prozess der Auseinandersetzung in Ihrer "Deutschlandreise" festgehalten, dass alle Beschädigungen den Prozess der Erneuerung und Ihr enges Verhältnis zu Ihrer "schwierigen Heimat" nicht verhindern konnten.

 

Ich möchte Ihnen für Ihr konsequentes Eintreten, für Ihre klare Stimme gegen das Vergessen und Verdrängen, für Ihre Verdienste um Demokratie und Toleranz in Deutschland meinen tiefen Respekt und meinen Dank aussprechen. Wir dürfen nicht nachlassen, gemeinsam und entschlossen gegen jedwede Tendenz von Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus vorzugehen. Sensibilität für unsere Geschichte und kritische Wachsamkeit in Politik und Gesellschaft sind unverzichtbar für die Gestaltung einer guten Zukunft.

 

Der Leo-Baeck-Preis findet mit Ihnen einen hochgeachteten Preisträger.

 

Mit freundlichen Grüßen  Gerhard Schröder"      

 

Claus Kaminsky   

Diplom-Verwaltungswirt   aus dem hessischen Hanau ist mit 63,8 Prozent zum Oberbürgermeister seiner Heimstadt gewählt worden. Er ist Nachfolger der am 11. Mai abgewählten CDU-Oberbürgermeisterin Margret Härtel. Neben dem Sozialdemokraten (seit 1981) bewarben sich fünf Einzelbewerber um das Amt. Die Wahlbeteiligung lag bei 33,2 Prozent.

 

Anna Lockhorn

OP-Schwester aus Lingen im Emsland, ist am Dienstag als 100 000. Besucherin in der 1996 eröffneten Willy-Brandt-Dauer-Ausstellung im Berliner Rathaus Schöneberg begrüßt worden. Wolfram Hoppenstedt,   Geschäftsführer der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung überreichte der 54-Jährigen, die Berlin  mit einer Besuchergruppe der SPD-Bundestagsabgeordneten Monika Heubaum besuchte als Geschenk alle sechs bisher erschienenen Bände der zehnbändigen Edition "Willy Brandt - Berliner Ausgabe". (Näheres zur Edition: www.willy-brandt.de)

 

Gerhard Schröder   

SPD-Vorsitzender, hat  seinem Vorgänger Oskar Lafontaine Glückwünsche zum 60. Geburtstag übermittelt:. „Lieber Oskar Lafontaine, im Namen des Parteivorstands gratuliere ich Dir zu Deinem Geburtstag», schrieb der Kanzler nach Saarbrücken.  Lafontaines Bitte entsprechend habe die Parteiführung eine Spende auf das Konto von «INTA(C)T» überwiesen worden. Der von Lafontaines Ehefrau Christa Müller gegründete Verein hilft afrikanischen Frauen, die Opfer von Beschneidungen geworden sind. Zur Höhe der Spende wurden keine Angaben gemacht. «Mit freundlichen Grüßen, Gerhard Schröder», schloss der Kanzler sein Schreiben.    

 

Otto Graeber

früherer niedersächsischer SPD- Landtagsabgeordneter, bleibt Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft «60 plus». Der 77- Jährige  ehemalige Bürgermeister von Moringen ist bei der Bundeskonferenz der SPD-Seniorenorganisation in Halle mit 85,1 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden.    30915

 

Gerhard Schröder

Bundeskanzler und SPD-Vorsitzender,  hat zum Mord an Schwedens   sozialdemokratischer Außenministerin Anna Lindh an Ministerpräsident  Göran Persson in einem Beileids-Telegramm  sein "tiefempfundenes Beileid" ausgedrückt. Für die SPD-Bundestagsfraktion kondolierte ihr Vorsitzender Franz Müntefering "Wir haben eine große Europäerin verloren und eine gute Freundin", sagte Bundesaußenminister Joschka Fischer sichtlich bewegt. "Ich hoffe, dass der Mörder schnell gefasst wird und seine gerechte Strafe bekommt." Seine Gedanken seien bei ihrer Familie, aber auch bei ihren Kollegen im schwedischen Kabinett.  Bundestagspräsident Wolfgang Thierse überbrachte dem Parlament während der Haushaltsdebatte die Todesnachricht. Er unterbrach die Debatte und äußerte seine Trauer über den gewaltsamen Tod der schwedischen Außenministerin. Der Bundestag legte eine Schweigeminute ein.

 

Anna Lindh erlag am frühen Morgen des 11. Septembers ihren schweren Verletzungen. Die Politikerin war am Mittwochnachmittag in einem Kaufhaus in Stockholm von einem Unbekannten überfallen und niedergestochen worden.  

 

Nicht nur in Deutschland reagierten Politiker und Politikerinnen entsetzt auf die Nachricht von Lindhs Tod. Für ganz Europa bedeutet er eine schreckliche Tragödie. Javier Solana, der außenpolitische Beauftragte der Europäischen Union, sagte, Europa habe eine engagierte Persönlichkeit verloren.

 

Hans Eichel

Bundesfinanzminister, früherer hessischer Ministerpräsident und ehemals auch SPD-Landesvorsitzender hatte am Wochenende Grund zum Gratulieren. Im Landkreis Gießen behauptete sich SPD-Landrat Willi Marx mit 60 Prozent der Stimmen gegen seine CDU-Mitbewerberin Barbara Watz  bei einer Wahlbeteligung von 36, 4 Prozent.. Eichel telefonisch: »Dieser Wahlerfolg ist sehr gut; gerade in der jetzigen Zeit.«  Auch in Marx’ heimatlichem Heuchelheim gab es für die SPD Grund zum feiern. Dort wurde Helmut Fricke  ohne Gegenkandidat mit 62,31 der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 47, 42 Prozent  zum Bürgermeister gewählt. "Getoppt" wurde sein Erolg noch in Wettenberg, wo der Sozialdemokrat Gerhard Schmidt  mit  89 von 100 Stimmen  ohne  Gegenkandidat bei einer Wahlbeteiligung von  48,6 .   30910

 

Christina Weiss

Kulturstaatsministerin, erklärte zum Tod der Film-Regiseurin Leni Riefenstahl: "Leni Riefenstahls künstlerisches Schaffen ist Zeit ihres Lebens von ihrer Nähe zum Nationalsozialismus gezeichnet gewesen, vor allem, weil sie auch nach dem Krieg nie problematisierte, wie leicht sich ihre Werke in den Dienst der menschen-verachtenden Nazi-Propaganda stellen ließen, wie groß ihre Nähe zum Hitler-Regime tatsächlich war. Niemand wird ihr absprechen, dass sie mit ihrem Talent filmische Mittel fand, die inzwischen zum ästhetischen Kanon gehören. Ihre Karriere zeigt aber auch, dass es ein wahres Leben im falschen nicht geben kann, dass Kunst nie unpolitisch ist, Form und Inhalt nicht voneinander zu trennen sind. Leni Riefenstahl steht daher für ein deutsches Künstlerschicksal im 20. Jahrhundert: in ihrer künstlerisch-revolutionären Hellsicht ebenso wie in ihrer politischen Blindheit und Verblendung."    30910    

 

Gerhard Schröder

Bundeskanzler, sandte der Schauspielerin  Katja Riemann zu ihrer Auszeichnung mit der Coppa Volpi als beste Schauspielerin bei den Filmfestspielen in Venedig diesen Glückwunsch. "Sehr geehrte Frau Riemann, zu Ihrer Auszeichnung bei den Filmfestspielen in Venedig mit der Coppa Volpi als beste Schauspielerin gratulieren meine Frau und ich Ihnen recht herzlich.

 

  Mit Ihrer Rolle als Lena Fischer in Margarethe von Trottas "Rosenstraße" haben Sie - nach dem, was wir bisher nur hören und leider noch nicht sehen konnten - ein brillantes Meisterwerk Ihres schauspieleri­schen Könnens abgeliefert. Sie haben damit auch all die - gelegentlich kleinkarierte - Kritik, die Ihnen Ihre Rollen in "Bezie­hungskomödien" vorhielt, endgültig aus dem Weg geräumt. Umso schöner, dass Ihnen dies in einem Film gelungen ist, bei dem es um Mut und Liebe ging. Zu Recht haben Sie Ihren Preis all jenen starken Frauen gewidmet, die in der historischen Rosenstraße zu ihrer Liebe standen.    

 

Liebe Frau Riemann, verbunden mit dem Glückwunsch ist auch ein Dank für Ihre Beiträge, die Sie in den vergangenen Jahren in die gesellschaftliche und politische Debatte eingebracht haben.

 

  Genießen Sie die Auszeichnung! Meine Frau und ich wünschen Ihnen weiterhin viel schöpferische Tatkraft, Erfolg und persönlich alles Gute.

 

  Mit besten Grüßen Gerhard Schröder"                                                      30910   

 

Gerhard Schröder

Bundeskanzler, sagte zu der Entscheidung des Bundespräsidenten Johannes Rau, keine zweite Amtszeit anzustreben: „Die Entscheidung von Bundespräsident Johannes Rau verdient unser aller Respekt. Er hat sein Amt mit ungewöhnlich großem Erfolg versehen. Er hat zusammengeführt, wo andere spalten. Als Staatsoberhaupt hat er sich in seinem Dienst für alle Menschen in unserem Land gleichermaßen verantwortlich gefühlt.  Jeder Deutsche, aber auch unsere ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, fühlten sich bei Johannes Rau gut aufgehoben. Deutschland schuldet Johannes Rau für seine Amtsführung schon jetzt großen Dank.“

 

Edelgard Bulmahn

Bundesbildungsministerin, ist  für ihr Engagement vom Bundesverband Alphabetisierung mit dem Titel "Botschafterin der Alphabetisierung"  geehrt worden.  Bulmahn wirbt um Verständnis und Unterstützung für Erwachsene mit Problemen im Lesen und Schreiben. "Die Menschen müssen sich zu ihren Schwächen bekennen dürfen, wenn sie nach Hilfsangeboten suchen", forderte die Ministerin in Berlin.  Auch für die hoch entwickelte Bundesrepublik sei die ausreichende Grundbildung der Bevölkerung noch ein wichtiges Thema, sagte Bulmahn am  Weltalphabetisierungs-Tag. Ihr Ministerium fördert in steigendem Maß innovative Entwicklungen für die Alphabetisierung Erwachsener. Im laufenden Jahr wurden die Mittel hierfür auf rund 859.000 Euro vervierfacht. Dazu gehört neben dem Projekt "@lpha: Innovative Ansätze in der Grundbildung durch medienbasierte Zugänge" (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung DIE) das im Februar gestartete Internet-Portal APOLL-Online (Alfa-Portal Literacy Learning), über das die Teilnehmer von Alphabetisierungskursen beim Lernen auch direkt unterstützt werden können.

 

Auskünfte zu dieser Preisverleihung, zur Alphabetisierung und Grundbildung in Deutschland:  Bundesverband Alphabetisierung e.V. Peter Hubertus (Geschäftsführer) Goebenstraße 13 48151 Münster Tel.:0251/5346940e-Mail: p.hubertus@alphabetisierung.de www.alphabetisierung.de   

 

Auskünfte zum Projekt APOLL: Dr. Christian Fiebig Deutscher Volkshochschul-Verband Tel.:0228/9756981 e-Mail: Fiebig@apoll-online.de www.apoll-online.de

 

Auskünfte zum Projekt "@lpha:Innovative Ansätze in der Grundbildung durch medienbasierte Zugänge" : Monika Tröster Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) Tel.:0228/3294-306 e-Mail: troester@die-bonn.de Website: www.die-alpha.de          30905

 

Klaus Bölling  

unter anderem Regierungs-Sprecher unter Helmut Schmidt, als Staatssekretär Ständiger Vertreter der Bundesrepublik in der DDR,  hat  am Wochenende vom Bundeskanzler  und SPD-Vorsitzenden Gerhard Schröder zu seinem  75. Geburtstag folgendes Glückwunsch-Schreiben erhalten:     "Lieber Herr Bölling, zu Ihrem 75. Geburtstag gratuliere ich Ihnen sehr herzlich.

 

Von Matthias Claudius ist eine Aussage überliefert, die mir in gewisser Weise ge­eignet erscheint, die Aufgabenstellung für einen Regierungssprecher oder öffent­lichen Kommunikator zu beschreiben: "Sage nicht alles, was Du weißt. Aber wisse immer, was Du sagst."

 

Heute gilt es als Binsenweisheit, dass nicht nur das Sprechen, sondern ebenso alle Formen und Mittel des nonverbalen Ausdrucks und eben auch das Schweigen selbst­verständlich zur menschlichen Kommunikation gehören. In all Ihren Funktionen haben Sie den ungeheuren Reichtum menschlicher Kommunikation, die unglaub­lichen Facetten verbaler und nonverbaler Schattierungen, virtuos und meisterhaft be­herrscht.

 

Einem großen Publikum unvergessen bleibt die Art und Weise, wie Sie das Amt des Regierungssprechers im sogenannten "deutschen Herbst" ausgeübt haben. Bei all Ihren öffentlichen Auftritten, bei Ihren Erklärungen und im Umgang mit Journalisten hatten Sie stets darauf zu achten, dass Menschenleben nicht gefährdet werden durften. Ihnen ist das dank Ihrer Integrität und Eloquenz, Ihres Pflichtbewusstseins und Ihrer Selbstdisziplin, Ihrer sachlichen Kompetenz und Ihrem gewinnenden Auf­treten wirklich vorbildlich gelungen.

 

  Sie haben damit dem wichtigen Amt des Regierungssprechers, der als loyaler Berater der Politik und als geschätzter Gesprächspartner der Medien so manche Gratwande­rung vollziehen muss, eine ganz eigene Prägung verliehen.

 

Nur noch gelegentlich beteiligen Sie sich mit persönlichen Interventionen an der politischen Debatte. Für meinen Geschmack könnten Sie Ihre Stimme gern öfter er­heben, denn immer wenn Sie es tun, erfährt der Journalist, Diplomat und Politiker Klaus Bölling für sein differenziertes politisches Urteil und für seine festen mora­lischen Überzeugungen jenen Respekt und jene Wertschätzung, die ein Meister des Wortes, wie Sie es ohne Zweifel sind, verdient hat.

 

  Für die Zukunft wünsche ich Ihnen Glück und Gesundheit.

 

  In herzlicher Verbundenheit  Gerhard Schröder "

 

Frank Wilhelmy

 

bisher Stellvertreter von  Heino Wiese wird auf Vorschlag des niedersächsischen SPD-Landes-Vorsitzenden Wolfgang Jüttner neuer Landesgeschäftsführer der Landes-SPD. Der 41-jährige Politik-Wissenschaftler Wilhelmy hat  mit einer Arbeit über den Zusammenbruch der DDR promoviert. Er studierte u.a. bei Egbert Jahn, Jürgen Habermas und Iring Fetscher in Frankfurt/Main und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Wilhelmy begann seinen beruflichen Werdegang in der praktischen Politik mit der Organisation des Weltjugend-Festivals der sozialdemokratischen Jugend-Organisationen 1996 in Bonn. Von Bonn ging Wilhelmy mit dem Umzug des Deutschen Bundestags zunächst als Abgeordneten-Mitarbeiter nach Berlin. Seit drei Jahren arbeitet Wilhelmy in Hannover für die Landes-SPD. In dieser Zeit standen nacheinander drei harte Wahlkämpfe (Kommunal-, Bundestags- und Landtags-Wahlen) im Vordergrund. Wilhelmy bringt kommunal-politische Erfahrung aus fünfjähriger Rats-Tätigkeit mit. Fachliche Schwerpunkte sind Arbeitsmarkt- und Struktur-Politik. Seine vordringlichen Aufgaben sieht der neue Geschäftsführer in der Konsolidierung der Organisation, der Qualifizierungs- und Bildungs-Arbeit und bei der Gewinnung neuer und vor allem junger Mitglieder für die Partei. Dazu meinte Wilhelmy: "Die niedersächsische SPD muss und wird die stärkste Mitglieder-Partei im Lande bleiben, das ist eine der wichtigsten Grundlagen für die Wahl-Erfolge, die wir 2004, 2006 und 2008 wieder erreichen wollen." - Heino Wiese wechselt in die Textil-Industrie.   30901

 

Olaf Scholz

SPD-Generalsekretär hat Shimon Peres, dem amtierenden Vorsitzenden der Israelischen Arbeitspartei zu dessen 80. Geburtstag am 15. August folgendes Glückwünschschreiben übersandt: „Verehrter Herr Vorsitzender, lieber Genosse Peres, zu Ihrem 80. Geburtstag gratuliere ich Ihnen herzlich und übermittle Ihnen die guten Wünsche der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands für Ihr persönliches Wohlergehen und für Ihr weiteres politisches Wirken. Ihre Verdienste um den Staat Israel sind von bleibender Bedeutung. Ihr Engagement für die Beendigung der Konflikte im Nahen Osten wurde mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. Die israelische und die internationale Sozialdemokratie schulden Ihrer politischen Lebensleistung höchste Anerkennung. Wir deutschen Sozialdemokraten erinnern uns mit aufrichtigem Dank an den wichtigen Beitrag, den Sie zu dem engen und freundschaftlichen Verhältnis zwischen unseren beiden Parteien geleistet haben.  - Sie haben mit der Übernahme des Vorsitzes erneut eine große Verantwortung im Dienste Ihrer Partei auf sich genommen.  - Ich wünsche Ihnen dazu vollen Erfolg.“

 

Gerhard Schröder

Bundeskanzler und SPD-Vorsitzender, erklärte zum Tod von Helmut Rahn und Lothar Emmerich: " Mit Helmut Rahn und Lothar Emmerich verliert der deutsche Fußball zwei herausragende Persönlichkeiten. Beide waren schon zu Lebzeiten zu Legenden geworden. Helmut "Boss" Rahn hat sich mit seinem Siegtor im WM-Finale 1954 gegen Ungarn selbst ein Denkmal gesetzt. Er war mit seiner dynamischen und kraftvollen Spielweise ein Leistungsträger unter den sogenannten Herberger-Buben. Für mich wie für viele andere meiner Generation wurde der Stürmer und Rechtsaußen Helmut Rahn zum großen persönlichen Vorbild. Ohne Rahn, der zeit seines Lebens dem Ruhrgebiet und seiner Heimatstadt Essen verbunden geblieben ist, hätte das "Wunder von Bern" nicht stattgefunden.  Auch Lothar Emmerich zählt für mich zu den ganz Großen des deutschen Fußballs. "Emma", wie die Fans ihr Dortmunder Idol liebevoll genannt haben, bleibt unvergessen als untadeliger Sportsmann und als der Vollblutstürmer mit der "linken Klebe". Er spielte Fußball mit Freude und Leidenschaft. Und er schoss eines der verrücktesten Tore der Fußballgeschichte. Es war 1966 bei der Weltmeisterschaft in England. Deutschland spielte gegen Spanien und lag 0:1 zurück. Dann kam Emmerich und schoss den Ball von der Torauslinie aus unmöglichem Winkel direkt unter die Querlatte. Das zeichnete Lothar Emmerich eben aus: Er suchte immer die Entscheidung, er hatte den Zug zum Tor und er machte stets das Unvorhergesehene und Unvorhersehbare. Ich mochte "Emma" aber nicht nur als Fußballer, sondern habe ihn kennen und schätzen gelernt als bodenständigen und verlässlichen Menschen, der sich zuletzt stark in der Fanbetreuung bei Borussia Dortmund engagiert hat.“

 

30814

 

Friedrich Mattick

Berliner Polizei-Wachtmeister und Sozialdemokrat, ist wie der New Yorker „Aufbau“ jetzt ausführlich berichtete in seiner Heimat-Stadt gemeinsam mit seinem Kollegen Hoffmann,  dessen Vorname nicht ermittelt werden konnte, mit einer Gedenktafel an der schwedischen Viktoria-Kirche in Wilmersdorf posthum geehrt worden.  Die beiden Beamten hatten während der Kriegjahre gemeinsam die Pastore  Birger Forell, Erik Perwe und Erik Mygren  unterstützt , als es galt jüdische Landsleute vor dem mörderischen Zugriff der Nazi zu retten. Sie stempelten im Polizeirevier 155 falsche Ausreise-Papiere und sorgten auch für  Lebensmittel. Mattick starb am letzten Kriegstag durch eine sowjetische Artillerie-Granate, als  er versuchte den Flüchtlingen im Keller der schwedischen Kirche zu helfen.

 

Hermann Memmel

Münchner SPD-MdL, setzt sich für eine Senkung der Abwasser-Gebühren in der bayerischen Hauptstadt ein: "Die Abwasser-Gebühr muss aufgrund der Hitzewelle pauschal erheblich reduziert werden, damit nicht alle, die in besonderem Maße zur Erhaltung der Natur beitragen, mit der nächsten Jahres-Abrechnung bestraft werden", fordert  er in einem Brief an Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). "Ich hoffe, dass ein gangbarer Weg für die Natur und die Münchnerinnen und Münchner gefunden wird", so Memmel. „Anlagen, Hausgärten und Kleingärten sind   wichtig für das Klima und den Luftaustausch in der Stadt. Viel mehr als sonst gießen derzeit die Haus- und Grundbesitzer und Kleingärtner ihre Gärten und Anlagen. Der Natur tut es gut, dem Geldbeutel von Kleingärtnern, Mietern und Hausbesitzern nicht; denn für das verbrauchte Wasser ist eine Schmutzwasser-Gebühr zu bezahlen. Diese berechnet sich aus dem Verbrauch von Frischwasser, wobei laut Entwässerungssatzung vom Frischwasser 10 m³ abgezogen werden, da das Wasser nicht in die Abwasserkanäle gelangt.“         30813

 

Luise Herklotz

SPD-Politikerin für  Speyer, MdL von 1949 bis 1957,  MdB von 1956 bis 1972, Mitglied im ersten direkt gewählten Europaparlament von 1979 bis 1984,  feiert am 20. August ihren 85. Geburtstag. Die Redakteurin, Tochter aus einer Arbeiter-Familie,  trat 1946 - eigentlich schon 1945 - der SPD bei und gehörte von 1958 bis 1962  dem SPD-Vorstand an.  Dort machte sie sich einen besonderen Namen im Frauenausschuss     -   (Luise  Herklotz, Hasenpfuhlstr 7, 67346 Speyer)     

 

Ulrich Kasparick

  SPD-Bundestagsabgeordneter (46)   für die Landkreise Aschersleben-Staßfurt, Bördekreis und Schönebeck (Sachsen-Anhalt, Wahlkreis 070),   hat sich von Rupert Neudeck,  Chef der in diesem Jahr gegründeten christlich-ökologischen Hilfsorganisation „Grünhelme“  , ein kräftiges Lob eingefangen: „Neben Norbert  Blüm kenne ich niemanden, der sich so anstandlos auf die Isomatte mitten in den Sand legt.“  Der Diplom-Theologe Kasparick war jetzt mit dem Rundfunk- und Ex-Cap-Anamur-Mann Neudeck  unter anderem im kaum bekannten Nordwesten Afghanistan unterwegs.  Vor allem ist ihm dort deutlich geworden, wie wichtig die Schulbildung ist. In der Siedlung Mormol können rund 10 000 Kinder nur in der warmen  Jahreszeit  - und dann in Zelten – unterrichtet werden. Jetzt  wird dort mit Grünhelm-Hilfe für 105  000 € eine Schule gebaut.  Kasparick zu den deutschen Sommer-Problemen: „Da beginnt man zu grübeln: Kommst aus einem Land, wo die Familie noch die einige intakte Struktur ist, wo es keinerlei Versicherungen, kein Renten-System gibt, wo der nächste Arzt , wenn du Glück hast, zwei Auto-Stunden entfernt ist, und dann so was. Da fragt man sich wirklich, wer eigentlich verrückt ist auf dieser Welt...“               - Spenden erwünscht

 

Gerhard Schröder

Bundeskanzler und  SPD-vorsitzender und der Verleger der «New York Times», Arthur O. Sulzberger jun., sind Gäste des diesjährigen Zeitungskongresses Ende September in Berlin. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)  teilte jetzt mit, dass  Schröder und BDZV-Präsident Helmut Heinen zur Eröffnung am 29. September in ihren Reden politische Schwerpunkte setzen wollen. Sulzberger eröffne den Fachteil am 30. September. Der Kongress hat das Motto «Marken, Märkte & Methoden - Im Fokus: der Kunde».  30812

 

Karin Radermacher

Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, ist verwundert über die geplante Vergabe einer teuren Mobilfunk-Studie des Verbraucherministeriums des Freistaates. Nach einem   Bericht des  "Münchner Merkur" will Verbraucherminister Eberhard Sinner (CSU)  die  650 000 € teure Expertise durch an eine GmbH erstellen lassen, bei der der frühere Postminister Wolfgang Bötsch (CSU) einen Berater-Vertrag haben soll.  Die SPD-Vizefraktionchefin forderte deshalb den CSU-Minister auf, umgehend öffentlich klar zu stellen, was an dem Bericht ist und ob Sinner für das geplante Pilot-Projekt tatsächlich eine GmbH einschalten wolle, von der sein unterfränkischer CSU-Parteifreund Bötsch als Berater Geld bezieht.  "Das Ganze hat für mich einen höchst übles Gschmäckle", stellt Karin Radermacher fest. Laut "Münchner Merkur" wollte Sinners Ministerium für eine bayern-weite Studie zur Strahlen-Belastung durch Handy-Sender von den vier Betreibern T-Mobile, Vodafone. E-Plus und O2 jeweils 130 000 € finanzielle Unterstützung und diesen Betrag auch noch einmal selbst beisteuern. Dies wären insgesamt  Kosten von 650 000 €. "Noch im Juli" - so zitiert die Zeitung aus dem Vertragsentwurf - wollte der Minister den Vertrag unterschrieben haben, woraus jedoch bislang nichts geworden sei. Der Grund: Die Unternehmen sähen darin ein Wahlkampf-Manöver Sinners - auch sei für sie angesichts anderer bundes-weit laufender Studien der Erkenntnis-Wert einer weiteren eigenen bayerischen Studie gleich Null.

 

Hans Coppi

 

am 27. Nov. 1942 im Berliner Fauen-Gefängnis in der Barnimstraße geboren, erinnerte am 5. August an seine Mutter Hilde Coppi, hingerichet am am gleichen Tag vor 60 Jahren, gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der "Roten Kapelle" in Plötzensee : der niederländischen Keramikerin Cato Bontjes van Beek   (22), der Schülerin Liane Berkowitz (19) , der Studentin Eva-Maria Buch(22), der Studentin Ursula Götze(27), der Abteilungs-Leiterin Else Imme(57), der Hausfrau Ingeborg Kummerow(30), der Geschäfts-Inhaberin Annie Krauss(58), der Stenotypistin Klara Schabbel(48), der Sekretärin Rose Schlösinger(35) , der Tänzerin und Bildhauerin Oda Schottmüller(37), der Juristin Rosemarie Terwiel(33), der Hausfrau Frida Wesolek(55) sowie Schriftsteller Adam Kuckhoff (55), dem Rentner Emil Hübner(81) und seinem Schwiegersohn,  dem Möbel-Tischler Stanislaus Wesolek (64).   (Hans Coppi hat mit Geertje Andresen das Taschenbuch "Dieser Tod passt zu mir. Harro Schulze-Boysen Grenzgänger im Widerstand" im Aufbau-Verlag veröffentlicht. Im Eingang zur Fachhochschule der BfA, Berlin , Nestorstr. 25, findet eine Ausstellung zu Hilde Coppi und  im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin, Greifswalder Straße 4, eine Ausstellung zur "Roten Kapelle"  statt.) Das Buch ist portofrei zu beziehen auch bei der Buchhandlung im Willy-Brandt-Haus Stresemannstr. 28, 10963 Berlin; Tel.: 030/25299-871; Fax: 030/25299-872; buchhandlung.wbh@t-online.de)  

 

Renate Schmidt    

Bundesfamilienministerin (SPD), hat die Vorschläge des Jungen-Union-Vorsitzenden Philipp Mißfelder zur Gesundheits-Versorgung älterer Menschen scharf kritisiert. Dessen „menschenverachtende Polemik“ sei nicht mit jugendlichem Überschwang zu entschuldigen, erklärte die Politikerin. „Bei aller Jagd auf die Schlagzeilen, die Menschlichkeit darf nicht auf der Strecke bleiben.“ „Die Interessen von Jung und Alt müssen klar angesprochen und neu austariert werden“, sagte Schmidt. Es dürfe aber nicht zu gegenseitigen Attacken kommen. Die ältere Generation habe sich ihre Rente redlich verdient und ihre Kinder oft unter schwierigen Umständen groß gezogen. Viele Junge profitierten heute von den Leistungen ihrer Mütter und Väter. Der JU-Vorsitzende will, dass 85-Jährige keine künstliche Hüft-Gelenke auf Kosten der Solidar-Gemeinschaft bekommen.  In der „Bild“-Zeitung verlangte er: „Das gleiche gilt für Zahnprothesen. Alles, was über eine normale Behandlung rausgeht, muss aus dem Leistungskatalog der Krankenversicherungen für Rentner herausgenommen und privat finanziert werden.“            

 

Wilhelm Priesmeier  

SPD-MdB aus Süd-Niedersachsen, hat diese sehr sehenswerte Seite bauen lassen http://www.wilhelm-priesmeier.de

 

Henning Scherf

Bremer Bürgermeister (SPD), bekommt den Orden wider den tierischen Ernst. Die Begründung des Aachener Karnevals-Verein: "Fernab von jeder Attitüde lebt Henning Scherf jeden Tag Humor und Menschlichkeit im Amt, unspektakulär, aber ebenso überzeugt wie überzeugend." Der 64-jährige SPD-Politiker, seit 1995 Chef einer große Koalition, erhält den Preis im Februar 2004.     30805

 

Christine Bergmann

 

Berliner Ex-Bundesfamilienministerin, leitet auch  das Forum  „Einheit der Stadt“ der Hauptstadt-SPD, das mit Veranstaltungen nach dem Sommer startet. Mehr:  www.einheit-der-Stadt.de  

 

Manfred Güllner

Chef des Forsa-Instituts für Meinungs-Forschung , widerruft:  Es sei nicht so, dass zwar fast alle Deutschen Gerhard Schröder kennen, aber nur die Hälfte weiß, dass er der Kanzler ist. Diese Umfrage hatte am Wochen-Ende Aufsehen erregt. Die Wirklichkeit ist ganz anders. Forsa-Chef  Güllner hat dicke Fehler eingeräumt. "Der „Hofdemoskop des Kanzlers“  hat sich die Auswertung der elektronischen Umfrage unter 1630 Bürgern von 14 bis 69 Jahren von Mitte Mai noch einmal im Detail angesehen.  Und da kam’s raus: Weder buchstabenverzwurbelte "Knazler" noch "Bankrottkanzler" oder "Bundeskanzlerlehrling" ließen die Demoskopen als richtig gelten. "Unser aller Chef" fiel ebenso durch wie der "Hausmeister der Waschmaschine in Berlin". In der Auswertung akzeptierten die Forsa-Leute bürokratisch nur die vollständige Bezeichnung "Bundeskanzler" als richtige Antwort - von 51 Prozent der Befragten genannt.  "Das gibt ein falsches Bild", räumt Güllner ein.  "Die Auswertung ist formal hyperkorrekt", versucht er die Ehre seines Instituts zu retten:  "Aber politisch ist es falsch." In Allensbach am Bodensee, wo die Mütter und Väter der deutschen Meinungs-Forschung zu Hause sind, heißt es wegwerfend: "Das ist total dilettantisch ausgewertet." Zählt man die polemischen, witzigen oder auch nur falsch geschriebenen Berufs-Bezeichnungen für Gerhard Schröder zu den korrekten Ergebnissen, dann liefert die Online-Befragung - bei der mit einem elektronischen Zusatz-Gerät ausgestattete Bürger, Forsa-Fragebögen am heimischen Fernseh-Schirm beantworten - ein völlig unspektakuläres Bild. "Dann identifizieren etwa achtzig Prozent Schröder korrekt als Bundeskanzler", sagt Manfred Güllner. Das sei, verglichen mit ähnlichen Studien, ein völlig durchschnittlicher Wert.   http://www.forsa.de/

 

Hans Jürgen Junghans

von 1957 bis 1987, SPD-MdB, Ehrenbürger der Stadt Salzgitter, Träger des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Träger des großen Bundesverdienstkreuzes und des großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern sowie Träger des Ehrenringes der Stadt Bad Gandersheim, ist am 15. Juli im Alter von 82 Jahren in Salzgitter verstorben.  Zunächst vertrat der SPD-Politiker den Wahlkreis Gandersheim/Salzgitter und dann Salzgitter/Wolfenbüttel. Schnell avancierte Junghans in Bonn zum anerkannten Wirtschafts-Strategen. Er wurde Obmann für das Bundesvermögen und 1965 Vorsitzender dieses Ausschusses. Von 1964 bis 1983 war er Mitglied des SPD-Fraktions-Vorstandes und gehörte auch dem Vorstand des Deutschen Bundestages an. Er hatte das Amt als wirtschafts-politischer Sprecher der SPD-Bundestags-Fraktion inne und engagierte sich im wirtschaftspolitischen Ausschuss des Partei-Vorstandes der SPD. Von 1969 bis 1972 wirkte er als Stellvertreter des SPD-Vorsitzenden Herbert Wehner.   Mehr: www.salzgitter.de/presse_news/sp_auto_2551.php

 

Franz Maget

Spitzen-Kandidat der BayernSPD  für die Landtagswahl www.maget.de/ , startete mit einem Kompliment auf die Radl-Tour  des Bayerischen Rundfunks (BR) in Niederbayern.  Beim Start erhielt der Promi-Radler von BR-Moderator Thomas Gaitanides nicht nur ein fesches BR-Radler-Hemd, sondern auch  - als er es gleich vor dem Publikum schnell wechselte  - für seinen durchtrainierten Oberkörper den Vergleich mit der politischen Konkurrenz: "Immerhin, Franz Maget kann sich sehen lassen. Rechts sind die Bäuche, links die Muskeln!".  Anschließend strampelte Maget mit 1200 Frauen und Männern 24,7 Kilometer von Eggenfelden nach Arnstorf.  Maget kann sich rühmen Anführer der Sportlichen Linken zu sein: Erst am Vortag glänzte er im  Münchener Postsport-Verein, als er  das Goldene Sport-Abzeichen errang.

 

Wilhelm Michels

SPD-MdB von 1961 bis 1972, ist  - wie erst jetzt bekannt wurde – am 7. April 84-jährig verstorben. Der gelernte Formschmied war später Mitglied des IG Metall-Vorstandes. Von 1951 bis 1962 war der Sozialdemokrat (seit 1945) Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Hattingen-Welper / Ruhr.

 

Helmut Schmidt

Altbundeskanzler  (SPD), hat in einem Zeitungs-Interview berichtet, dass er nach seinem  Herzinfarkt im Spätsommer 2002 sehr verunsichert war:   Er verlor nach Rückkehr aus dem Krankenhaus plötzlich beim Schach gegen seine Frau Loki.   Loki habe ihm das geliebte Schachbrett in das Krankenhaus gebracht, „aber ich konnte und wollte nicht spielen», sagte er dem „Hamburger Abendblatt“.  in  „Als wir etwas später hier wieder mit dem Schachspiel begannen, gewann seltsamerweise immer meine Frau - ein Vorgang, der mich verunsicherte. Jetzt ist alles aber wieder in Ordnung: Ich gewinne immer“, freute sich der 84-Jährige.        30729

 

Otto Schily,

  Bundesinnenminister (SPD, hat Jan Ullrich gratuliert: "Lieber Jan Ullrich, zum zweiten Platz in der Gesamtwertung der "Tour de France 2003" darf ich Ihnen und Ihrem Team Bianchi meine besten Glückwünsche übermitteln.

 

Diese Leistung bei einem der spannendsten, aber auch härtesten Rennen in der Geschichte der "Tour" verdient besondere Anerkennung. Ihre faire sportliche Geste beim Sturz Ihres härtesten Konkurrenten und letztendlich Gewinners der 15. Etappe, Lance Armstrong, ist beispielgebend für alle Sportlerinnen und Sportler - insbesondere für den Nachwuchs.

 

Für Ihre weitere sportliche Laufbahn wünsche ich Ihnen und Ihrem Team Bianchi weiterhin viel Glück und sportliche Erfolge."

 

Hannah Stockbauer

3fache Schwimm-Weltmeisterin, hat Post von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) erhalten. Er gratuliert: "Sehr geehrte Frau Stockbauer, zum Gewinn Ihrer Goldmedaillen über 400 m, 800 m und 1500 m Freistil bei den Schwimmweltmeisterschaften 2003 in Barcelona gratuliere ich Ihnen herzlich.

 

Diese drei großartigen Erfolge haben Sie zur "Königin" der diesjährigen Schwimmweltmeisterschaften gemacht. Mit insgesamt fünf WM-Titeln sind Sie nun die erfolgreichste deutsche WM-Teilnehmerin aller Zeiten. Mit diesen außergewöhnlichen Leistungen von Barcelona haben Sie deutsche Sportgeschichte geschrieben.

 

Für Ihre sportliche Zukunft, insbesondere im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Athen, wünsche ich Ihnen weiterhin viel Glück und Erfolg."                                30728

 

Jürgen Rollmann   

bayerischer SPD-Sprecher und Landtags-Kandidat, setzt den  von Günther Uecker gestalteten Andachts-Raum als Vorbild für die Kapelle im Bayerischen Landtag werden, die im kommenden Jahr umgebaut wird. Diese Forderung hat der Ex-Fußball-Profi und praktizierende Katholik Rollmann sogar in sein Wahl-Programm aufgenommen:  Falls er im September in den Landtag einzieht, will er sich für einen «Ort der Stille» im Parlament noch intensiver einsetzen. «Wie er letztlich künstlerisch gestaltet wird, steht für mich nicht im Vordergrund», erklärte er. «Auch Politikern kann Gebet und Besinnung in einem Andachtsraum helfen.»  Die ganze Geschichte:

 

Christa Naaß

mittelfränkische SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl,  tritt am 26. Juli aktiv beim ,,Lauf für die Äthiopienhilfe von Karl-Heinz Böhm'' gemeinsam mit drei Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Gunzenhausen auf dem Gunzenhausener Marktplatz  an.  Naaß möchte damit die Initiative des Arbeitskreises „Menschen - für Menschen“ in Gunzenhausen unterstützen, der den Erlös der Veranstaltung der Äthiopienhilfe zukommen lassen wird.  Die Äthiopienhilfsorganisation „Menschen für Menschen“ betreibt in sieben Regionen Äthiopiens eine Vielzahl von langfristig angelegten Projekten. Dabei sind 578 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (darunter acht Europäer) für rund 2,6 Mio.  Menschen im Einsatz.                           Spenden erwünscht  

 

Ludwig Wörner

 

Münchner SPD-Landtagsabgeordnete ist auf der Landeskonferenz der bayerischen SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) als Vorsitzender bestätigt worden - mit 100 Prozent der Stimmen. In seiner Rede kritisierte Wörner das Ergebnis der Verhandlungen von Horst Seehofer (CSU) und Ulla Schmidt (SPD) zur Gesundheits-Reform: „Der kleine Mann wird hier abgezockt. Die Verteilung der finanziellen Belastung, wie sie die Gesundheits-Reform vorsieht, ist nicht ausgewogen. Während der Normal-Bürger einmal mehr zur Kasse gebeten wird, werden die besser Gestellten geschont. Das verträgt sich nicht mit Stoibers Aussage, er sei auch auf der ,Leberkäs'-Etage' zuhause. Es sieht so aus, als bewege sich der Ministerpräsident doch vielmehr in Champagner-Kreisen. Anders hätte Seehofer nicht in seinem Auftrag und unter Zuhilfe-Nahme der Länderkammer der SPD ein derart ungeliebtes Ergebnis abpressen können.“

 

30724

Hans-Georg Brum

 

regiert als erster SPD-Mann seit 25 Jahren voraussichtlich ab 18. September im Rathaus des hessischen Oberursel. Der  48 – Jährige  hat am Sonntag bei einer Stichwahl mit 60,2 Prozent überraschend deutlich gegen Thorsten Schorr (33),  den Kandidaten der CDU, gewonnen. Die Amtsgeschäfte im Oberurseler Rathaus wird Brum übernehmen. Karl-Heinz Pfaff war nach dem Krieg der erste und bisher einzige sozialdemokratische Bürgermeister . Von 1972 bis 1978 regierte er. Dann folgte eine lange Reihe von bürgerlichen Verwaltungschefs. Zuletzt regierte Gerd Krämer (CDU) die Stadt mit ihren 47000 Einwohnern im Hochtaunuskreis.  Die FR titelte : „CDU verliert ihren Erbhof“   30722

 

Michail Gorbatschow

 

früher sowjetischer Präsident , Vorsitzender der russischen Sozialdemokraten und seit 1992 Präsident  von "Green Cross International“ , hat in Ludwigsburg den Euronatur-Umweltpreis 2003 erhalten. Laudator Lothar Späth (CDU) lobte, im Westen sei nur wenig bekannt, dass Gorbatschow in der UdSSR unter anderem mehr als 1000 Betriebe aus ökologischen Gründen schließen ließ und die Folgen schwere Umleitung sibirischer Flüsse stoppte. Und Gorbatschow (72) ist weiter aktiv: Unter seiner  Schirmherrschaft und der  von Bundespräsident Johannes Rau entsteht aus dem ehemaligen Todes-Streifen der deutsch-deutschen Grenze ein Band des Lebens, so die Umwelt-Stiftung Europäisches Naturerbe. (Buch-Tipp: Mein Manifest für die Erde. € 17,90 )             -  Spenden erwünscht.    

 

Achim Vandreike

ist in der Juli-Sitzung der Frankfurter Stadtverordneten für sechs Jahre als  Bürgermeister wieder gewählt worden. Der SPD - Wohnungs- und Sport-Dezernent gehört dem Magistrat seit 1991 an. Für die SPD-Fraktion begründete Fraktions-Vorsitzende Barbara Heymann den Antrag zur Wiederwahl: Die hervor ragende Arbeit Vandreikes sowie seine persönliche Integrität, verbunden mit einer hohen Popularität spätestens seit der Kandidatur um das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters im Jahr 2001 gegen Petra Roth (CDU), ließen an der Person und der Eignung Vandreikes für dieses Amt keine Zweifel aufkommen. Das Römerbündnis aus CDU, SPD, Grünen und FDP hatte sich daher auch einmütig für Vandreikes zweite Amtszeit als Bürgermeister ausgesprochen. In seiner Dankes-Rede lud der alte neue Frankfurter Bürgermeister alle Fraktionen ein „mit mir gemeinsam, die Geschicke der Stadt zu bestimmen. Das macht mir Freude!“

 

30718

 

Gerhard Schröder

 

Bundeskanzler , sandte dem ehemaligen Präsidenten der Republik Südafrika, Nelson Rolihlahla Mandela, zu dessen 85. Geburtstag, folgendes Glückwunschschreiben:  

 

„Sehr geehrter Herr Präsident,  zu Ihrem 85. Geburtstag übermittle ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche.  

Durch Ihre politische und menschliche Größe, gerade auch in schwierigen Zeiten, haben Sie sich höchste Anerkennung und Zuneigung bei Menschen in aller Welt er­worben.

 

  Ihrer Beharrlichkeit, Weitsichtigkeit und Ihrem Großmut ist es ganz entscheidend zu verdanken, dass Südafrika auf friedlichem Wege zu einem freiheitlichen, demokra­tischen Staat geworden ist, dessen Gesetze für alle Bürger in gleicher Weise gelten.

 

Ihr Name steht in der ganzen Welt für Freiheit, Gerechtigkeit und Bereitschaft zur Versöhnung.

 

Für die kommenden Jahre wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen Gesundheit und Wohlergehen und grüße Sie vielmals.

 

Ihr Gerhard Schröder, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland“                                                         30717

 

Dieter Schenk  

Publizist und Polizeiexperte (66) , ist mit dem Fritz-Bauer-Preis  der Humanistischen Union und des Fritz-Bauer-Instituts geehrt worden. Der frühere Kriminaldirektor im Bundeskriminalamt (BKA) schied nach langen Jahren im Polizei  1989 auf eigenen Antrag aus. Als freier Publizist arbeitet er seither zu Themen der Inneren Sicherheit, der Menschenrechte und des Nationalsozialismus. Er schrieb hierzu Sachbücher, Romane, Jugendbücher, Drehbücher und Hörspiele und Aufsätze. In seiner Laudatio lobte Witold Kulesza, stellv. polnischer  Generalstaatsanwalt, den Preisträger als einen Anwalt für Demokratie und Menschenrechte. Der Fritz-Bauer-Preis wurde 1968 von der Bürgerrechts-Organisation Humanistische Union in Erinnerung an ihren Mitbegründer Fritz Bauer (SPD) gestiftet, der vor 100 Jahren geboren wurde. Mit dem Preis wird der  langjährige Generalstaatsanwalt Hessens und sozial engagierte Juristen geehrt. Die Humanistische Union will so Verdienste um die Humanisierung, Liberalisierung und Demokratisierung des Rechtswesen würdigen und Frauen und Männer auszeichnen, die unerschrocken der Gerechtigkeit und Menschlichkeit Geltung verschaffen.

 

Bücher  Schenks u.a. : „Auf dem rechten Auge blind.“ Die braunen Wurzeln des BKA Köln: Verlag Kiepenheuer und Witsch, 371 S., € 22,90, ISBN 3-462-03034-5. Als Taschenbuch: Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag,  374 S., € 12,90, ISBN 3-596-15782-X

 

„Wie ich Hitler Beine machte“  Eine Danziger Polin im Widerstand München: C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag 2003, Taschenbuch-Originalausgabe, 288 S., ca. € 7,–, ISBN 3-570-30255-5 (erscheint Anfang Juli 2003) Schenk versteht sein jüngstes Buch als einen Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen im Geiste Fritz Bauers.

 

  Portofrei zu beziehen auch bei der Buchhandlung im Willy-Brandt-Haus Stresemannstr. 28, 10963 Berlin; Tel.: 030/25299-871; Fax: 030/25299-872; buchhandlung.wbh@t-online.de

 

Martin Schulz

Vorsitzender der SPD-Europa-Abgeordneten, hat sich inzwischen bei der italienischen Regierung für seinen Rassismus-Vorwurf entschuldigt. Er sagte der «Bild»-Zeitung (Donnerstag): «Ich möchte mich bei der italienischen Regierung entschuldigen. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich bedauere, mit meiner pauschalen Formulierung die gesamte italienische Regierung angegriffen zu haben.» Schulz hatte am Dienstag im Fernsehsender XXP gesagt: «In Italien ist eine rassistische Regierung im Amt.» Der italienische Außenminister Franco Frattini wies den Vorwurf energisch zurück. Schulz betonte in der «Bild»-Zeitung, er habe nur die italienische Lega Nord und Einwanderungsminister Umberto Bossi kritisieren wollen. Bossi hatte kürzlich gefordert, auf Flüchtlingsboote illegaler Einwanderer in italienischen Gewässern zu schießen. Schulz sagte, auch in der italienischen Regierung gebe es Kräfte, die sich gegen Bossi stellten. «Diesen Kräften gilt meine ausdrückliche Unterstützung.»

 

Wolfgang Thierse  

Bundestagspräsident (SPD),  sowie weitere Politiker und Schriftsteller aus Polen, Tschechien und Deutschland haben sich dafür ausgesprochen, in europäischer Zusammenarbeit ein Zentrum gegen Vertreibung zu errichten. «Die Gestaltung eines solchen Zentrums als vorwiegend nationales Projekt, wie es in Deutschland die Stiftung der Heimatvertriebenen plant, ruft das Misstrauen der Nachbarn hervor und kann nicht im gemeinsamen Interesse unserer Länder sein», heißt es in einem Aufruf, der von Markus Meckel, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion,  verbreitet wurde. Unterzeichner sind unter anderem die Ex-Außenminister von Polen und Deutschland  Wladyslaw Bartoszewski und Hans-Dietrich Genscher (FDP), der stellvertretende tschechische Ministerpräsident Petr Mares, sowie die Schriftsteller Günter Grass und Imre Kertesz. Die Unterzeichner wollen, dass die europäischen Partner gemeinsam auch über den Sitz einer solchen Institution, ihre Trägerschaft und die Organisationsstruktur entscheiden.  30716  

 

Doris Schröder-Köpf

Kanzler-Ehefrau,  ist vom italienischen Auto-Konzern Fiat als Zeichen der Freundschaft zwischen Deutschen und Italienern mit einem Lancia beschenkt worden. «Mit dieser Initiative wollen wir die tiefe Verbundenheit unserer beiden Völker unterstreichen und gleichzeitig eine aktive Hilfe für Kinder in Not in Deutschland leisten», sagte Fiats Deutschland-Chef Klaus Fricke. Die gegenwärtigen Diskussionen dürften nicht dazu führen, «dass die über viele Jahre gewachsene Freundschaft der Menschen in Italien und Deutschland beschädigt wird».  Der Lancias im Wert von 11.500 € , der als erster des neuen Typs Ypsilon nach Deutschland geliefert wird, kann nach Frickes Worten  versteigert werden, so dass der Erlös dem Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“' zu Gute kommt, deren Schirmherrin Doris Schröder-Köpf  ist.    Spenden erwünscht:  www.kinder-brauchen-schutz.de/Kummernummer.html

 

Christine Bergmann

 

Ex-Bundesfamilienministerin und Mitglied des SPD-Präsidiums, ist in den Vorstand des Zirkus Cabuwazi gewählt worden. Cabuwazi ist ein sozialpädagogischer Jugendkultur-Betrieb. Er wendet sich an Kinder zwischen 10 und 17 Jahren, für die sonst  wenig Angebote existieren.  An mittlerweile vier Standorten in Berlin trainieren durchschnittlich 650 Kinder und Jugendliche, verständnisvoll angeleitet von Profis wie  Artisten, Pädagogen, Technikern, Handwerkern, Schneiderinnen. Bergmann, dem Circus schon lange verbunden: „Bei C können Kinder und Jugendliche ihre Kreativität und Phantasie ausleben – auch Kinder aus sozial schwachen Familien, die sonst selten Gelegenheit haben, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.“ Spenden erwünscht J www.cabuwazi.de/start.htm   30709

 

Ellen Lauterbach

SPD-MdB von 1969 bis 1972 und Entwicklungs-Politikerin mit Schwerpunkt Afrika, hat am 7. Juli ihren 80. Geburtstag ihren 80. Geburtstag gefeiert. Die aus Kassel stammende Verwaltungs-Angestellte und Dozentin war unter anderem stellvertretende Vorsitzende des UB Heidelberg und war viele Jahre Mitglied des Landesfrauen-Ausschusses der SPD Baden-Württemberg.      

 

Klaus Wowereit

 

Regierender Bürgermeister Berlins, bietet auf seiner Internet-Seite neue Impressionen vom diesjährigen Christopher-Street-Day an. Unter www.klaus-wowereit.de finden sich neben Beobachtungen und Fotos vom 25. CSD auch etliche andere neue und aktualisierte Seiten. Und neben politischen Rezepten gibt es hier auch solche zum Nachkochen. Wer mithelfen will, den Webauftritt von Klaus Wowereit aktuell zu halten, ist herzlich eingeladen. Aktuelle Fotos und kurze Texte zum Beispiel von Besuchen Klaus Wowereits auf Stadtteil-Festen oder in den Bezirken sind jederzeit willkommen: Per Mail an: mail@klauswowereit.de oder per Post an: Klaus-Wowereit.de, c/o SPD Berlin, Internet-Redaktion, Müllerstr. 163, 13353 Berlin      Mehr: www.klaus-wowereit.de/made/und.html  

 

Otto Schily

 

Bundesinnenminister, hat auf der 150-Jahr-Feier des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) in Ulm die Arbeit der Freiweilligen Feuerwehren in Deutschland gewürdigt. Für seine Verdienste hat der Bundesinnenminister außerdem dem scheidenden DFV-Präsidenten, Gerald Schäuble, das THW-Ehrenzeichen in Gold verliehen. Schäuble hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere um das partnerschaftliche und effiziente Zusammenwirken von THW und Feuerwehr verdient gemacht. Viel Erfolg bei seinen künftigen Aufgaben wünschte der Bundesinnenminister dem neugewählten Präsidenten des DFV, Hans-Peter Kröger.

www.bmi.bund.de/top/dokumente/Pressemitteilung/ix_92535.htm?nodeID=3735  

 

Klaus Wowereit

Regierender Bürgermeister Berlins, erhielt beim Christopher-Street-Day-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW e.V. und der Aids-Hilfe NRW e.V. die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW . Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Belange schwul-lesbischer Emanzipation verdient gemacht haben. Wowereit: "Ich freue mich sehr über die Auszeichnung mit der Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW. Aus diesem Anlass werde ich in Köln sein und auch am gemeinsamen Empfang des Netzwerks und der Aids-Hilfe NRW teilnehmen. Mir ist wichtig, diese Arbeit zu unterstützen. Aids ist nach wie vor eine grausame Krankheit, und auch für die Schwulenpolitik insgesamt kann man nicht sagen, dass wir schon alle Ziele erreicht hätten."   

(Weitere Informationen: Aids-Hilfe NRW e.V., Herrn Guido Schlimbach, Telefon: 0221-92 59 96-17.     ) 30707

 

 

Garrelt Duin  

ostfiresiches SPD-MdEP, ist  in Weser-Ems wieder die - Nummer 1 für die Europawahl. Auf der Bezirksdelegierten-Konferenz hat die SPD im Bezirk Weser-Ems ihren Vorsitzenden mit 98 Prozent zu ihrem Eurpa-Spitzenkandidaten  bestimmt. "Für mich ist Europaabgeordneter nicht nur ein Job, für mich ist es eine Aufgabe", so Duin nach der Auszählung.  In seiner Rede vor den Delegierten im Haus der Gäste betonte Duin, dass es die wichtigste Aufgabe der kommenden zwölf Monate wäre, den Bürgern die Ängste und Befürchtungen vor einem unübersichtlichen Europa zu nehmen und die Vorteile für die Region Weser-Ems deutlich zu machen.  

 

Mehr zur Konferenz und zu den weiteren Kandidatinnen: www.spd-weser-ems.de

 

Albrecht Schläger

Sprecher der bayerischen SPD-Landtagsfraktion für Vertriebenen- uns Spätaussiedlerfragen,  begrüßt die Unterstützung von Bundesaußenminister Joschka Fischer und Ministerpräsident Edmund Stoiber für eine Entschädigung besonders schwer geschädigter Sudetendeutscher: "Es ist nur gerecht, wenn das unermessliche Leid, das diese Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg erlitten haben, durch eine solche Geste öffentlich bedauert wird. Es würde die Versöhnung in einem vereinten Europa voranbringen, wenn sich Prag nach jahrelangen Bemühungen aufgeschlossen zeigen würde." Schläger, der auch Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen und Mitglied im Präsidium des Sudetendeutschen Rates ist, meint, dass eine solche Geste helfen könne, die schweren seelischen Wunden durch rechtswidrigen Freiheits-Entzug und Misshandlung zu heilen. Eine freiwillige finanzielle Zuwendung könne deutlich machen, dass die Exzesse, unter denen Sudetendeutsche gelitten haben, bedauert werden, so Schläger. Die Geste solle sudetendeutschen Opfern unabhängig von ihrer heutigen Staats-Angehörigkeit zukommen. Selbstverständlich sollten keine Hauptschuldigen aus der Zeit des Nationalsozialismus berücksichtigt werden, beugt Schläger entsprechenden Befürchtungen vor.

 

Detlef Tanke

Vorsitzender der Verbandsversammlung im Zweckverband Großraum Braunschweig, ist  auf der Delegierten-Konferenz des SPD Bezirks Braunschweig zur  Nummer 1 für die  Europawahl 2004 gewählt worden. Tanke, im Hauptberuf stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats bei VW Salzgitter, stellte in seiner Rede klar, wofür er steht: Für ein starkes und soziales Europa. "Ich will Lobbyist für unsere Region sein", verkündete er. Tanke setzte sich gegen Muzaffer Perik und Matthias Wehrmeyer, der Stellvertreter wurde, durch.

 

Ludwig Wörner

  Münchner Landtagsabgeordnete (SPD)  kommentiert nach jüngsten Berichten über neue Probleme bei der Einführung des Transrapid in Schanghai und das Aus für den Metrorapid in Nordrhein-Westfalen  "Wir können wirklich froh sein, dass wir hier in München keinen Transrapid haben. Denn wo Verkehrsminister Wiesheu hinlangt, gerät alles auf die schiefe Bahn." Der Nahverkehrs-Experte weist auf dauernd wieder kehrende Schwierigkeiten im bayerischen Schienen-Verkehr hin: "Wiesheu verspricht bei jedem neuen Problem, er werde Dampf machen. Doch das ist nur heiße Luft, die Probleme werden nicht gelöst - ob bei der Münchner S-Bahn und den Neigetechnikzügen. Auch bei der Bayerischen Oberlandbahn bedurfte es vieler Anträge und Gespräche von mir, um zumindest die Funktionalität der Züge zu erzwingen. Die vielen Pannen liegen aber auch an den deutschen Unternehmen, die offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, vernünftige und vor allem funktionierende Bahntechnik zu produzieren. Für den Flughafen-Transrapid lässt das nichts Gutes erhoffen." Auch nach dem Aus für den Metrorapid stehe die Finanzierung des bayerischen Transrapid auf tönernen Füßen, so Wörner weiter: "Wiesheus Traum vom Schweben wird allmählich zum Alptraum für den Steuerzahler - in den klammen Kassen der öffentlichen Hand ist einfach kein Geld für solche Traumtänzereien. Von einem schnelleren und gut funktionierenden S-Bahn-System, das auch noch billiger zu haben wäre, würden aber alle Bürgerinnen und Bürger profitieren."                                                         30703

 

Silvio Berlusconi

 

italienischer EU-Ratspräsident, hat im Europäischen Parlament für einen Eklat gegen Martin Schulz, den Vorsitzenden der SPD-Europa-Abgeordneten,  gesorgt. Schulz hatte Berlusconi heftig kritisiert und ihn aufgefordert, sich von rechts-orientierten Mitgliedern seiner Regierung zu distanzieren, die sich über die EU-Regeln hinweg setzten. Daraufhin lud Berlusconi Schulz ein, in einem Film über Konzentrations-Lager, der gerade in Italien gedreht werde, die Rolle des Lagerkommandanten zu spielen. Schulz lehnte es «aus Respekt vor den Opfern des Nationalsozialismus» ab, darauf einzugehen. Worauf Berlusconi  bemerkte, Schulz tue ihm leid, wenn er keine Ironie verstehe. Seine Bemerkung zog Berlusconi nicht zurück:  Er sei zuvor selbst beleidigt worden. Die meisten Abgeordneten stellten sich mit demonstrativ langem Applaus hinter ihren deutschen Kollegen. Dazu Olaf Scholz, Generalsekretär der SPD: "Im Zusammenhang mit den zahllosen Menschen, die der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer gefallen sind, darunter viele Sozialdemokraten, verbietet sich jede Ironie. Die SPD begrüßt die souveräne Reaktion des Sprechers der SPD-Europa-Abgeordneten auf die unverständlichen Äußerungen des amtierenden EU-Ratspräsidenten."

 

Heide Simonis

seit 19. Mai 1993 Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein, feiert am 4. Juli  ihren 60. Geburtstag. Die erste und bislang weiterhin die einzige politische Chefin eines Bundeslandes wird von der SPD Schleswig-Holsteins mit einer Geburtstagsfeier in Kiel beschenkt. Dazu sind u.a. eingeladen der SPD-Parteivorsitzende, Bundeskanzler Gerhard Schröder, der Generalsekretär Olaf Scholz und der Nobelpreisträger Günter Grass.

 

Gerhard Schröder

Bundeskanzler (SPD), hat sein Ansehen in den Medien nach einer Untersuchung des FAZ-Instituts stark verbessert. Er habe nach der Entscheidung der SPD über die Reform-Pläne «Agenda 2010» im Juni die beste Beurteilung seit Oktober 2001, heißt es im jüngsten «Prime Politics Bulletin» des Instituts. In den Medien werde überwiegend der Eindruck vermittelt, der Kanzler halte die Fäden wieder in der Hand und profiliere sich als Reform-Motor. Bei Angela Merkel, der CDU-Vorsitzenden, sieht das Institut dagegen eine «Image-Erosion». Sie habe aus Sicht der Medien den Reform-Impulsen des Kanzlers wenig entgegen zu setzen. Für das «Prime Politics Bulletin» wertet das FAZ-Institut unter anderem die «Frankfurter Allgemeine Zeitung», die «Süddeutsche Zeitung», «Die Welt», die «Bild»-Zeitung, den «Spiegel» sowie die «Tagesschau» aus.

 

Martin Stadelmaier

(44), seit 1994 Vizechef der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin, wird Nachfolger des Chefs der Mainzer Staatskanzlei, Klaus Rüter (63), der aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück getreten ist. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) würdigte Rüter als Politiker, der in seiner knapp neunjährigen Amtszeit eine außergewöhnliche Arbeit geleistet habe. Er habe sich große Verdienste um Rheinland-Pfalz erworben. Stadelmaier steht seit 1991 im Dienst des Landes. Zuvor hatte der Vater eines Kindes und vier Jahre lang beim SPD-Vorstand gearbeitet.  

 

Heide Simonis

Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin (SPD), hat ihre Auto-Biografie «Unter Männern» vorgestellt. Darin gewährt Deutschlands einzige Regierungs-Chefin neben Einblicken in ihr Privat- und Berufs-Leben, ihre politischen Überzeugungen und das Verhältnis zu Medien auch auf  ihre Erfahrungen mit den unterschiedlichen Denk- und Fühlstrukturen männlicher und weiblicher Politiker. Die Idee, Politik unter dem Aspekt «eine Frau unter lauter Männern» zu betrachten, habe sie gereizt. Immerhin fühle man sich in der politischen Welt «als Frau manchmal wie nackt unter Haien», verriet sie. «Menschlich gesehen, waren die Männer eigentlich immer ganz lieb zu mir», sagte sie bei der Präsentation ihres Buches. Jedoch habe sie sich «oft ganz schön reinbeißen» müssen, wenn es um die Sache ging.  Ihr nächstes Projekt steht schon fest: Sie will einen europäischen Flohmarkt-Führer schreiben.

 

Leseproben:  Der Preis des Amtes

 

Frauenpower - der weibliche Griff nach der Macht:

Eine nicht ganz einfache Kindheit und Jugend

 

(Unter Männern, Mein Leben in der Politik,  ISBN 50959-2, 19.90 €, Verlag C. H. Beck)

 

Portofrei zu beziehen auch bei der Buchhandlung im Willy-Brandt-Haus Stresemannstr. 28, 10963 Berlin; Tel.: 030/25299-871; Fax: 030/25299-872; buchhandlung.wbh@t-online.de

 

Wolf-Michael Catenhusen

Ex-SPD-MdB aus Münster (57), ist von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn  zum Nachfolger des pensionierten Staatssekretärs Uwe Thomas ernannt worden. Im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird er neben dem Parlamentarischen Staatssekretär, Christoph Matschie, und dem beamteten Staatssekretär, Wolf-Dieter Dudenhausen, stehen. Der in Höxter geborene Catenhusen war bis Oktober 2002 Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF. Er kandidierte nach 22 Jahren im Bundestag nicht wieder. Der studierte Historiker war als MdB unter anderem Vorsitzender der Enquete-Kommission "Chancen und Risiken der Gentechnologie", Vorsitzender des Bundestags-Ausschuss für Forschung und Technologie und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Catenhusen ist verheiratet und hat zwei Kinder. Lebenslauf und Foto (www.bmbf.de/255_497.html)

 

Christoph Matschie

SPD-Landesvorsitzender in Thüringen und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, ist von der „Financial Times Deutschland“ mit dem Ehrentitel „Goldfisch“ charakterisiert  worden. In einer neuen 101-Köpfe-Serie („Köpfe, auf die Sie  achten sollten – Sie trotzen der Krise und prägen mit ihren frischen Ideen die Zukunft – die Macher von morgen“)  ist  „der Hoffnungskandidat bei der Landtagswahl“ Matschie  das Beispiel für „politische Nachwuchsstars, die bald die Altvorderen ihrer Partei beerben könnten“.

 

Doris Odendahl

MdB aus Stuttgart von 1983 bis 1998, feierte am 30. Juni ihren 70. Geburtstag. Die gelernte Kaufmännische Angestellte ist seit 1969 Mitglied der SPD und war 1981 bis 1989 Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Böblingen sowie Mitglied des Landesvorstandes  Baden-Württemberg. Von 1971 bis 1983  war sie Stadträtin in Böblingen bzw. Sindelfingen.

 

Jürgen Rollmann

Pressesprecher der bayerischen SPD und Ex-Fußball-Profi, drängt in den Landtag des weiß-blauen Freistaates. Dafür hat er sich jetzt auch eine sehr schöne Internet-Seite bauen lassen: www.Juergen-Rollmann.de    

 

Peer Steinbrück

Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (56), „frisst“  einem Grünen gelegentlich aus der Hand – jedenfalls, wenn man dem SPIEGEL glauben darf.  Sein grüner  Vize Michael Vesper ,(50) hatte bei einem Treffen der Bauwirtschaft in Düsseldorf  ein mächtiges Stück Erdbeertorte auf dem Büffet entdeckte, schaufelte der Grünen-Politiker dieses auf einen Teller und stiefelte damit zu seinem SPD-Regierungschef. Mit den Worten "hier hast du Rot pur" servierte Vesper Duzfreund Peer die fruchtige Versuchung. Der griff zu und schmunzelte über die Anspielung. "Rot pur" hatte Steinbrück zuvor auf dem Parteitag der Landes-SPD gefordert, wobei er in einer scharfen Rede den grünen Koalitionspartner angezählt hatte.  

 

Ingrid Wettig-Danielmeier

(66), SPD-Schatzmeisterin,  wird auf dem Parteitag im November wieder für das Amt kandidieren. Der «Financial Times Deutschland» sagte die Politikerin, sie trete wieder an.  Dies habe sie mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und Generalsekretär Olaf Scholz abgesprochen. Der «Spiegel» hatte berichtet, die Schatzmeisterin  sei nach zehn Jahren amtsmüde.   30701

 

Gerhard Schröder

(SPD, Bundeskanzler), hat Reinhard Schlagintweit, dem Vorsitzenden des Deutschen Komitees für UNICEF e. V.  folgende Glückwunsch zum 50. Gründungstag des Deutschen Komitees gesandt:

Sehr geehrter Herr Schlagintweit, zum 50. Gründungstag des Deutschen Komitees für UNICEF gratuliere ich Ihnen ganz herzlich. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die zahlreichen Ehrenamt­lichen in den UNICEF-Ortsgruppen in Deutschland sowie die UNICEF-Botschafte­rinnen und -Botschafter schließe ich dabei ausdrücklich mit ein.  

 

Dem Deutschen Komitee für UNICEF ist es im Laufe der letzten 50 Jahre gelungen, sehr viele Menschen in Deutschland zur finanziellen Unterstützung für Kinder in Not zu inspirieren. Es ergreift aber auch professionell und nachhaltig in der Öffentlichkeit Partei für die Belange von Kindern weltweit.

 

Wir Deutschen werden nie vergessen, was UNICEF nach dem Krieg für die Kinder in unserem Land getan hat. Auch deshalb bin ich den ehrenamtlichen und hauptbe­ruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Deutschen Komitees für UNICEF dankbar für ihr großes Engagement zugunsten von Kindern in anderen Teilen der Welt.

 

 

Ich möchte Sie ermutigen, auf diesem Wege fortzufahren, und wünsche Ihnen dafür weiterhin viel Erfolg!

 

Mit freundlichen Grüßen   Gerhard Schröder

 

Gerhard Langemeyer

Oberbürgermeister der Stadt Dortmund , ist am Wochenende von der Delegierten-Versammlung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland (Bundes-SGK) zu ihrem Vorsitzenden   gewählt worden.  Langemeyer erhielt 95 Prozent der Stimmen. In seiner Rede betonte er, dass die Reform der Gemeindefinanzen zum 1. Januar realisiert werden müsse. Zur Bewältigung der großen Herausforderungen in Folge des demografischen Wandels sei eine Verbesserung der finanziellen Spielräume der Kommunen dringend erforderlich. Zudem unterstütze er die Forderungen zur Neuausrichtung des Föderalismus, bei der es zu einer Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung und der ehrenamtlichen Kommunalpolitik kommen müsse. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden gewählt: Ingrid Häußler, Oberbürgermeisterin der Stadt Halle/Saale, Jürgen Kanehl, Bürgermeister der Stadt Wolgast, Sabine Röhl, Landrätin des Kreises Bad Dürkheim, Annette Sawade,  Mitglied der SPD-Gemeinderatsfraktion in Stuttgart, Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister der Stadt Hannover.  Weitere Informationen  www.bundes-sgk.de         

 

Hermann Buschfort

ist am 25. Juni vor 75 Jahren in Bocholt geboren worden. Dort arbeitete er bis 1959 als  Feinmechaniker und Betriebsrat in der Siemens AG. 1946 schloss er sich der IG Metall, 1947 der SPD an. 1959 wurde Buschfort hauptamtlicher Bevollmächtigter der IG Metall und ehrenamtlicher Arbeitsrichter. Von1956 bis 1974 war er Stadtverordneter der Stadt Bocholt und MdB von 1965 bis 1990.   Dort war er von 1968 bis 1974 und 1982 bis 1984 im  Fraktionsvorstand , von Mai 1974  bis April 1982  Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung. 1983 wurde er Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt und Vorsitzender des Internationalen Arbeiterhilfswerks. Er war Vorsitzender der Aktion Sorgenkind und im Vorstand der Welthungerhilfe, 1987 bis 1989 war Hermann Buschfort Präsident der Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege. 1981 bis 1982 war Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Behinderten. Er gilt als früher Weg-Bereiter der Pflege-Versicherung.

 

Rolf Mützenich

Kölner SPD-MdB, hat eine neue Internet-Seite mit aktuellen politischen Informationen aus Berlin und seinem Wahlkreis: www.rolfmuetzenich.de        

 

Manfred Stolpe

Bundesverkehrsminister und ehedem Brandenburgs Ministerpräsident,  ist erneut zum Vorsitzenden des SPD-Forums Ostdeutschland gewählt worden. Die Wiederwahl erfolgte ohne Gegen-Kandidatur. Außerdem wurden gewählt: Christine Bergmann, Ex-Bundesfamilienministerin (Berlin), und Reinhard Höppner, Ex-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.                                       

 

Robert Antretter (63),  ehemals SPD-MdB, aus Schwäbisch Gmünd und Vorsitzender der Áktion Mensch, ist von Bischof Gebhard Fürst  zum Vorsitzenden der neuen Kommission „Sexueller  Missbrauch“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart  berufen worden. Die Kommission soll Untersuchungen begleitend Beraten, die im Zusammenhang mit Leitlinien zu Fällen des Missbrauch stehen, die Fürst im Oktober veröffentlicht hat. Sie wird am 17. Januar erstmals tagen.

 

Hans-Otto Bräutigam (71), von 1994 bis 1999  Justizminister des Landes Brandenburg,  verlässt aus privaten Gründen den Vorstand der Zwangsarbeiter-Stiftung. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". Das Kuratorium hatte den parteilosen Bräutigam im September 2000 in den dreiköpfigen Vorstand berufen.  Bräutigam leitete von 1982 bis 1988 er die Ständige Vertretung in Ost-Berlin.

  

 

  

  

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